Vodafone Führung bei spanischer Airtel

Die Briten übernehmen die zweitgrösste spanische Mobilfunk-Gesellschaft Airtel Movil. Eine "salomonische Vereinbarung" beendet den halbjährigen Streit mit dem Konkurrenten British Telecom (BT) und bringt Vodafone ein Drittel des spanischen Mobilfunkmarktes.


London/Madrid - Die Vereinbarung sieht vor, dass sich beide Unternehmen an Airtel beteiligen. Allerdings wird Vodafone dabei die Führung übernehmen.

Vodafone besitzt bereits 22 Prozent an Airtel und will seinen Anteil auf 55 Prozent ausbauen. Wenn Vodafone diese Marke erreicht hat, hat BT das Recht, die verbleibenden 45 Prozent von Airtel zu kaufen.

"Durch diese Vereinbarung können BT und Vodafone ihre Präsenz im spanischen Markt ausbauen und gemeinsam eine stärkere Rolle bei der langfristigen Entwicklung von Airtel übernehmen", hiess es aus den Unternehmen.

Vodafone wird voraussichtlich 30,5 Prozent von Airtel von der Banco Santander (BSCH) kaufen und diese Beteiligung auf 55 Prozent erhöhen. BT dürfte den eigenen Anteil, derzeit 17,81 Prozent, über den Kauf der Anteile ausbauen, die eine Gruppe von spanischen Sparkassen hält. BT verfügt außerdem über die Option, ihren bisherige Beteiligung veräußern, falls Airtel nicht innerhalb eines Jahres an die Börse gebracht werde.

Vier Jahre nach dem Marktstart hält Airtel rund ein Drittel des spanischen Mobilfunk-Marktes. Die Zahl der Nutzer in diesem Markt hat sich im vergangenen Jahr auf 15 Millionen verdoppelt, rund 38 Prozent der Spanier haben einen Mobilfunk-Vertrag.

Im November vergangenen Jahres löste der Grossaktionär BSCH den Bieterstreit zwischen Vodafone und BT aus. Die Bank wollte ihren Anteil an Airtel in Aktien eines grösseren Mobilfunk-Unternehmens tauschen.



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