VoiceStream-Übernahme Telekom zahlt Dividenden-Ersatz

Telekom-Chef Ron Sommer muss die VoiceStream-Aktionäre für ihre ausgefallene Dividende entschädigen. Deshalb wird der US-Mobilfunkbetreiber für die Deutsche Telekom noch einmal ein wenig teurer.


Kleiner Presiaufschlag vor der Übernahme: Voicestream
AP

Kleiner Presiaufschlag vor der Übernahme: Voicestream

Berlin/New York - VoiceStream werde vor der Übernahme durch die Telekom seinen Aktionären pro Stammaktie 0,0075 zusätzliche Aktien ausgeben, schreibt das "Handelsblatt". Diese könnten in T-Aktien eingetauscht werden, wird ein Telekom-Sprecher zitiert. Die neuen Aktien dienten als Dividenden-Ersatz für die VoiceStream-Aktionäre. Durch die Ausgabe neuer Anteilscheine erhielten diese ein besseres Umtauschverhältnis, heißt es weiter.

Ein Analyst schätzte dem Bericht zufolge die zusätzlichen Kosten für die Telekom auf Grundlage des Donnerstag-Schlusskurses der T-Aktie auf etwa 230 Millionen Dollar. In einem Bericht der "New York Times" hatte es geheißen, der zunächst für April vorgesehene Abschluss der Transaktion sei auf einen Termin nach der Telekom-Hauptversammlung am 29. Mai verschoben worden. Damit wolle die Telekom vermeiden, VoiceStream-Aktionären eine Bardividende zahlen zu müssen. Dazu laut "Handelsblatt" ein Konzern-Sprecher, die Telekom habe schon immer die Jahresmitte anvisiert.



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