Mögliche Brandgefahr Volkswagen ruft mehr als 100.000 Hybridautos in die Werkstätten

Volkswagen ruft wegen möglicher Brandgefahr mehr als 100.000 Plug-in-Autos verschiedener Marken in die Werkstätten. Die Hochvoltbatterie der Fahrzeuge könnte unter bestimmten Umständen Feuer fangen.
VW Golf Hybrid

VW Golf Hybrid

Foto: Jan Woitas/ dpa

Wegen der Gefahr von Bränden oder möglichen Stromschlägen im Fall einer defekten Batteriesicherung muss der Volkswagen-Konzern weltweit rund 118.000 Hybridfahrzeuge zurückrufen. Etwa 42.300 Autos entfallen dabei auf Modellreihen der Kernmarke wie Golf, Tiguan, Passat oder Arteon, teilte das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mit. Davon wiederum würden in Deutschland nun knapp 26.000 Exemplare untersucht. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht es um die Baujahre 2019 bis 2022, auch der Multivan T7 der leichten Nutzfahrzeuge soll betroffen sein.

»Bei umfangreichen Überprüfungen hat Volkswagen festgestellt, dass eine Sicherung im Antriebssystem von einigen Plug-in-Hybridfahrzeugen in einzelnen Fällen Mängel aufweisen kann«, sagte ein Sprecher. »Das kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass diese Sicherung in einem Überspannungsfall möglicherweise nicht korrekt funktioniert.« Im Rahmen des Rückrufs sollen Risikomodelle vorsorglich eine Isoliermatte auf den Schaltkasten der Hochvoltbatterie installiert bekommen. Kunden würden informiert und in die Werkstätten gebeten.

Bis sich wirklich ein Feuer entzünden könne, müssten erst mehrere Faktoren zusammenkommen, betonte VW – darunter ein tatsächlicher Kurzschluss. Man nehme das Problem aber sehr ernst. Bisher sei ein konkreter Zwischenfall aus dem vergangenen Jahr bekannt, bei dem es in einem Golf zu einem Brand gekommen sei. Zur genauen Zahl der betroffenen Modelle bei weiteren Konzernmarken, die auf der gleichen technischen Grundplattform basieren, gab es zunächst keine Angaben.

Zuvor hatte der Volkswagen Konzern bereits wegen möglicher Brandgefahr im Motorraum deutschlandweit 40.000 Fahrzeuge beliebter Modelle zurückgerufen. Betroffene Kunden müssen zweimal in die Werkstatt.

hej/dpa
Mehr lesen über