Elektrooffensive Volkswagen und Bosch wollen auch für Konkurrenten Batteriezellfabriken ausstatten

Volkswagen plant nicht nur eigene Batteriefabriken. Mit dem Zulieferer Bosch hat der Konzern nun vereinbart, auch die Produktionstechnik zu verkaufen.
Produktion des Elektroautos ID.3 in Zwickau: Gemeinschaftsunternehmen geplant

Produktion des Elektroautos ID.3 in Zwickau: Gemeinschaftsunternehmen geplant

Foto: RONNY HARTMANN / AFP

Volkswagen plant mit dem weltweit größten Autozulieferer Bosch eine Kooperation zur Ausstattung von Batteriezellfabriken. Beide Unternehmen kündigten an, integrierte Batterieproduktionssysteme zu liefern sowie Batteriezellen- und Systemhersteller bei Hochlauf und Wartung vor Ort zu unterstützen.

Darüber sei eine Absichtserklärung unterzeichnet worden. Beide Partner haben das Projekthaus mit dem Ziel eingerichtet, bis Ende 2022 die Gründung eines Unternehmens vorzubereiten.

Zuvor hatte das manager magazin darüber berichtet (hier geht es zu dem Originalartikel ). Dem Magazin zufolge ist ein Gemeinschaftsunternehmen geplant, das nicht nur die sechs eigenen Batteriezellenfabriken von VW ausstatten soll, sondern auch andere Auto- und Batteriehersteller in ganz Europa. Volkswagen will demnach unabhängiger von asiatischen Ausrüstern werden.

Für Bosch bedeutet der Schritt doch noch den Einstieg in den Bau von Batteriezellen. Dank des Elektroauto-Booms handele es sich um ein Zukunftsgeschäft, in dem Bosch bislang nicht Fuß gefasst habe, hieß es.

Zuletzt haben die Absätze von Volkswagen vor allem unter der Chiplieferkrise gelitten. 2021 sanken die Auslieferungen der Kernmarke VW Pkw um 8,1 Prozent, hatte das Unternehmen vor wenigen Tagen mitgeteilt.

mamk/Reuters
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