Volkswagen US-Absatz bricht wegen Jetta-Patzers ein

Nachdem sich Volkswagens China-Geschäft zuletzt als Desaster entpuppte, bekommt Europas größter Autokonzern jetzt auch auf dem US-Markt Probleme. Aufgrund grober Marketingfehler floppte die Einführung des neuen Jetta.


VW-Jetta: Zu wenig Werbung, zu viele Extras

VW-Jetta: Zu wenig Werbung, zu viele Extras

Wolfsburg - Nach SPIEGEL-Informationen brach der US-Absatz in den ersten vier Monaten des Jahres um knapp 19 Prozent ein. Ein Grund: Der Start des wichtigsten Modells für den US-Markt, des neuen Jetta, wurde verpatzt. VW glaubte, auf Werbung weitgehend verzichten zu können, weil der Wagen in Autotests sehr gut abgeschnitten hatte.

Das erweist sich nun als Irrtum. Zudem klagen Händler, VW habe ihnen Fahrzeuge mit extrem viel Sonderausstattung geliefert, die zu Preisen um 25.000 Dollar kaum verkäuflich seien. Wenn sich die Zahlen nicht bessern, muss Len Hunt, der erst seit März 2004 USA-Volkswagen-Chef ist, seinen Posten wohl bald räumen.

Die USA sind nicht der einzige Auslandsmarkt, auf dem die Wolfsburger zu kämpfen haben. Im einstigen VW-Vorzeigemarkt China rutschte das Ergebnis 2004 von plus 106 Millionen Euro im Vorjahr auf jetzt minus 17 Millionen.



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