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15. Februar 2003, 13:32 Uhr

Vorsorgepass-Vorschlag

Früherkennung soll mit Gratisleistungen belohnt werden

Um die Bürger zu Früherkennungs-Untersuchungen zu motivieren, fordert der baden-württembergische Sozialminister Friedhelm Repnik (CDU) die Einführung eines Vorsorgepasses. Dessen Inhaber sollten von den Krankenkassen mit besonderen Leistungen belohnt werden.

Hamburg - Derzeit nimmt nur jeder dritte Versicherte die Angebote zur medizinischen Früherkennung wahr. Bei besserer Vorsorge wäre jedoch etwa der Darmkrebs (jährlich 57.000 Neuerkrankungen, zweithäufigster Krebstod) in den meisten Fällen vermeidbar. Mit dem Vorsorgepass, so Repnik, würde "die Eigenverantwortung der Patienten gestärkt, und bei den Gesundheitskosten könnten Milliarden eingespart werden".

Als Gegenleistung sollten die Krankenkassen ihren Mitgliedern etwa Rückenschulen, Kochkurse zur gesunden Ernährung und Früherkennungsmaßnahmen, die derzeit nicht bezahlt werden, kostenlos anbieten. Um bürokratischen Aufwand zu vermeiden, soll der Präventionspass nach den Vorstellungen des CDU-Gesundheitspolitikers mit der Einführung einer elektronischen Patienten-Chip- Karte verbunden werden.

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