VW-Drohung Keine Einsparungen, kein Geländewagen

In den Tarifverhandlungen hat VW den Druck auf die Belegschaft erhöht: Nach einer Entscheidung des Managements geht die Produktion des neuen Geländewagens nur an den Standort Wolfsburg, wenn die Belegschaft dort 140 Millionen Euro bei den Arbeitskosten einspart.


Autostadt Wolfsburg: Suche nach neuem Großinvestor gestoppt
DPA

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Paris - Angesichts des langen Vorlaufs bis zur Markteinführung des Modells sei es kein Problem für Volkswagen Chart zeigen, den Standort erst nach dem Ende der Tarifverhandlungen bekannt zu geben. "Wir werden bei der Entscheidung über den Produktionsstandort erst das Ergebnis der Verhandlungen abwarten", sagte VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch dem "Handelsblatt".

Sollte die Belegschaft nicht zu den Einsparungen bereit sein, gehe die Produktion des kompakten Geländewagens ins Ausland, so Pötsch weiter. VW verspricht sich von dem neuen Modell ein Absatzvolumen von 100.000 Stück pro Jahr.

Der Finanzchef schloss nicht aus, dass es bei VW zu einem Streik kommt. Die Fronten bei den Verhandlungen, die am 5. Oktober fortgesetzt werden, verhärten sich damit zunehmend.

Zudem hat VW nach dem überraschenden Scheitern des Einstiegs von Abu Dhabi seine Suche nach einem neuen Großinvestor vorerst eingestellt. Das Thema sei erst einmal erledigt, sagte Pötsch. Das Emirat hatte vergangene Woche seine Pläne aufgegeben, ein VW-Aktienpaket von 9,8 Prozent zu erwerben.



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