US-Aufpasser Thompson "Einen zweiten Dieselskandal würde VW nicht überleben"

Der von der US-Justiz bei VW eingesetzte Gesandte Thompson pocht im SPIEGEL auf einen nachhaltigen Konzernumbau. Die nach der Dieselaffäre aufgelegten Programme dürften "nicht abrupt enden, sobald ich wieder nach Atlanta abreise".

Larry Thompson (Archiv)
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Der vom US-Justizministerium entsandte Monitor Larry Thompson warnt den VW-Konzern vor weiteren Rechtsverstößen. "Einen zweiten Dieselskandal würde Volkswagen nicht überleben", sagte Thompson im Gespräch mit dem SPIEGEL. "Wir müssen den Konzern so umbauen, dass kein zweiter Dieselskandal geschehen kann."

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Volkswagen habe Prozesse gestartet, um weitere Affären zu verhindern. "Der Konzern bewegt sich, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, wie viel harte Arbeit noch vor uns liegt", so Thompson. Er müsse am Ende ein Urteil darüber fällen, ob all die neu gestarteten Programme wie zum Beispiel eine Hotline für anonyme Hinweisgeber auch nachhaltig funktionierten - "und nicht abrupt enden, sobald ich wieder nach Atlanta abreise". Zum Beispiel müsse er genau prüfen, "ob VW allen Hinweisen auf Verstöße nachgeht und sie in angemessener Zeit bearbeitet".

Thompson zufolge gab es zeitweise Unstimmigkeiten zwischen ihm und VW: "Wir hatten zu Beginn einige professionelle Differenzen in der Frage, welche Dokumente ich einsehen darf und welche nicht." Lesen Sie hier die Hintergründe.

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