VW-Übernahme Porsche will Volkswagen nicht vollständig schlucken

Eine komplette Machtübernahme steht nicht zur Debatte: Porsche hat Spekulationen dementiert, wonach der Sportwagenbauer seinen VW-Anteil auf 75 Prozent erhöhen will. Bisher stünde nur die Aufstockung der Anteile auf über 50 Prozent auf dem Plan.


Stuttgart - Kontrolle - ja, Übernahme - nein. Porsche will bei Volkswagen nicht komplett das Ruder übernehmen. Der Sportwagenbauer hat heute einen Bericht des Magazins "Focus" dementiert, wonach Porsche seinen Anteil auf 75 Prozent erhöhen wolle. Der Bericht ginge an den Realitäten der Aktionärsstruktur von VW vorbei, teilte Porsche heute mit.

Porsch-Chef Wendelin Wiedeking: Gedankenspiele von Analysten
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Porsch-Chef Wendelin Wiedeking: Gedankenspiele von Analysten

Das Land Niedersachsen halte als zweiter Großaktionär mehr als 20 Prozent an Volkswagen. Die Wahrscheinlichkeit sei daher äußerst gering, die für eine Aufstockung auf 75 Prozent notwendigen Aktien aus dem Streubesitz zu erwerben. Hintergrund der aktuellen Medienberichte seien offenbar Gedankenspiele von Analysten und Investoren.

"Focus" hatte am Wochenende berichtet, Porsche wolle sich VW vollständig einverleiben und mit einer Drei-Viertel-Mehrheit einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durchsetzen. Die Minderheitenaktionäre wolle Porsche abfinden oder ihnen jährlich einen Gewinnausgleich zahlen.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hält zurzeit knapp 31 Prozent an den Wolfsburgern, will seinen Anteil aber auf über 50 Prozent aufstocken. Mit einer Zustimmung der Kartellbehörden wird in einigen Monaten gerechnet.

sil/Reuters/AP



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