Wachstum 2004 DIW zweifelt an Regierungsprognose

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält die Prognose der Regierung, die Wirtschaft werde 2004 zwei Prozent wachsen, für zu optimistisch. Dennoch befürworten die Wirtschaftsforscher, dass die Steuerreform vorgezogen wird.


Berlin - Dass die von Finanzminister Hans Eichel angestrebten zwei Prozent Wachstum im nächsten Jahr erreicht werden könnten, sei "höchst zweifelhaft", sagte Gustav Horn, Leiter der Konjunkturabteilung des DIW, im ARD-"Morgenmagazin".

Es gebe keine Anzeichen, dass die lang anhaltende Stagnation überwunden sei, so Horn. Es gehe aber in die richtige Richtung, die Steuerreform vorzuziehen. "Wir brauchen jedes Mittel, um aus der Stagnation herauszukommen. Wir sind in einer Notlage und da hilft auch ein Notmittel wie das Vorziehen der Steuerreform."

Das DIW stellt am Dienstag seine neue Konjunkturprognose vor. Es ist nicht zu erwarten, dass die bisherige Erwartung von 0,6 Prozent Wachstum in diesem Jahr bestehen bleibt. Andere führende Institute wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft und das Hamburg Welt-Wirtschafts-Archiv haben bereits ihre Wachstumsprognosen auf Null heruntergeschraubt.



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