Wall-Street-Crash Börsianer warnen vor Kursrutsch in Frankfurt

Folgt nach dem schwarzen Freitag an der Wall Street der schwarze Montag am Frankfurter Aktienmarkt? Händler rechnen damit, dass sich die deutschen Börsen zum Wochenbeginn auf Talfahrt begeben.


Fassungslos: Aktienhändler an der New Yorker Wall Street
DPA

Fassungslos: Aktienhändler an der New Yorker Wall Street

Frankfurt/New York - Händler in Frankfurt sprachen am Wochenende von einem "Ausverkauf bei hohen Umsätzen" in den USA. "Rund um den Globus werden die Märkte die herbei gewünschte Korrektur in blindem Gehorsam nachvollziehen", lautete die Prognose eines Händlers für Montag. Ein anderer sprach von einem zu erwartenden "ordentlichen Rutsch": Die Frankfurter Börse werde sich den Vorgaben von der Wall Street ebenso wenig entziehen können wie die Märkte in Fernost.

In Taiwan rutschten die Kurse bereits stark ins Minus. An der Börse in Taipeh, einer der wenigen am Samstag geöffneten Handelsplätze, verlor der Taiex bis Handelsschluss gut 5,4 Prozent. Vor allem Technologiewerte hätten stark an Wert eingebüßt, sagten Händler vor Ort.

Die Wall Street hatte am Freitag einen der größten Einbrüche in ihrer Geschichte verzeichnet. Händler machten dafür Spekulationen über eine Leitzinserhöhung wegen der unerwartet hohen US-Teuerungsrate im März verantwortlich.

Alle drei führenden Aktienindizes schlossen den Handel mit den höchsten jemals verzeichneten Punktverlusten ab. Der Dow-Jones-Index gab 5,66 Prozent nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 5,78 Prozent. Der technologielastige Nasdaq brach sogar um 9,67 Prozent ein.



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