Zuspitzung in der Ukrainekrise Wall Street endet nach turbulentem Tag leicht im Plus

Angesichts einer drohenden russischen Invasion in der Ukraine und der Aussicht auf eine baldige Anhebung der US-Leitzinsen brachen die Kurse ein. Zum Ende des Tages drehte sich die Situation wieder.
Händler an der Wall Street

Händler an der Wall Street

Foto: JUSTIN LANE / EPA

Erst Kursabstürze, dann ein fulminantes Comeback: Die US-Börsen haben nach einem turbulenten Tag mit leichten Gewinnen geschlossen. Der zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent zurückgegangene Leitindex Dow Jones endete am Montag an der New Yorker Wall Street mit 0,3 Prozent im Plus. Der Technologie-Index Nasdaq Composite, der zwischenzeitlich rund fünf Prozent ins Minus gerutscht war, endete mit einem Plus von 0,63 Prozent. Leichte Zugewinne verzeichnete auch der Index S&P 500.

Die Kurse waren zunächst angesichts von Befürchtungen vor einer Eskalation der Ukrainekrise und der Aussicht auf eine baldige Anhebung der US-Leitzinsen eingebrochen. Die US-Notenbank Fed kommt am Dienstag zu einer zweitägigen Sitzung zusammen, um über die hohe Inflation zu beraten. Erwartet wird ein Anheben der wegen der Coronapandemie auf Nullniveau abgesenkten Leitzinsen im März.

Einige Analysten halten aber auch schon für diese Woche eine erste Leitzinserhöhung für möglich, auch wenn dies eine Überraschung wäre. Beobachter rechnen mit starken Kursausschlägen, wenn die Fed am Mittwoch nach der zweitägigen Sitzung ihres Offenmarktausschusses weitere Ausblicke zu ihrer Zinspolitik gibt.

Kurseinbrüche erlitten am Montag die Börsen in Europa: In Frankfurt am Main verlor der Dax 3,8 Prozent. An der Pariser Börse schloss der Leitindex CAC 40 mit 3,97 Prozent im Minus.

cop/AFP