Verzögerungen und Flugausfälle Sicherheitspersonal an acht deutschen Flughäfen streikt am Dienstag

In den kommenden Tagen dürfte es an deutschen Airports gehörig ruckeln: Das Sicherheitspersonal streikt für bessere Löhne. Betroffen sind Frankfurt, Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn.
Handgepäckkontrolle am Flughafen Tegel (Archivfoto)

Handgepäckkontrolle am Flughafen Tegel (Archivfoto)

Foto: Jens Kalaene/ ZB/ DPA

Im Tarifkonflikt der Flughafen-Sicherheitsbranche ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem nahezu flächendeckenden Warnstreik auf. Am morgigen Dienstag sollen an den Flughäfen Frankfurt, Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn die Kontrolleure den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die Streiks des Sicherheitspersonals werden zu vielen Annullierungen und Verzögerungen führen. In der vergangenen Woche waren die Tarifgespräche, die ebenfalls von Warnstreiks begleitet waren, ohne Ergebnis geblieben. Ein erneuter Verhandlungstermin ist für Donnerstag vereinbart.

Gleich hohe Löhne für alle Regionen

Ver.di fordert unter anderem, den Stundenlohn für die Luftsicherheitsdienste um mindestens einen Euro pro Stunde zu erhöhen. Außerdem sollen die Löhne regional »auf das höchste Entgeltniveau« angeglichen werden.

Dazu verhandelt die Gewerkschaft mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Beschäftigten, um die es geht, sind etwa in der Kontrolle für Fluggäste, aber auch für Fracht sowie bei der Bewachung von Flugzeugen tätig.

Bislang haben die Arbeitgeber laut Ver.di Lohnerhöhungen nur für die oberen Entgeltgruppen angeboten. In den Entgeltgruppen mit weniger als 13 Euro Stundenlohn sei es dagegen beim bisherigen Angebot von 38 Cent mehr pro Stunde geblieben, teite Ver.di mit. Dieses Angebot sei unzureichend, da es die Preisentwicklung nicht aufgreift und Nullmonate vorsieht.

mamk/dpa/AFP
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