Warnstreik Welche Flughäfen betroffen sind - und wann


Wo Ver.di streikt

Ort Ausfall
Berlin Unbefristeter Streik der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen blieben seit Betriebsbeginn am frühen Morgen in den Depots. S-Bahnen fahren hingegen trotz des Streiks. 12.000 Beschäftigte sind dem Streikaufruf der Gewerkschaft Ver.di fast ausnahmslos gefolgt. Ein Notverkehr mit Omnibussen im 30-Minuten-Takt ist laut BVG in der Zeit von 5 Uhr bis 23 Uhr vorgesehen.
Dortmund Bis 7.30 Uhr wurde am Flughafen in Dortmund bei der Personen- und Gepäckkontrolle, der Feuerwehr, im Sicherheitsbereich, bei der Gepäckabfertigung und in technischen Bereichen gestreikt.
Düsseldorf Flughafenstreik beendet, Nahverkehr im Ausstand: Bei den Warnstreiks am Düsseldorfer Flughafen mussten rund 50 Flüge annulliert werden. Insgesamt legten nach Gewerkschaftsangaben an den nordrhein-westfälischen Flughäfen 650 Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Der Nahverkehr stand in fast allen Städten still und wird nach Einschätzung der Gewerkschaft im Laufe des Tages fast flächendeckend zum Erliegen kommen.
Frankfurt Verspätungen von zwei bis drei Stunden: Der Streik in Frankfurt ist beendet, das Warten geht weiter. Ver.di hatte die 12.000 Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport zum Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Flughafengesellschaft fielen am größten Flughafen Deutschlands 100 Flüge aus. Die Streikaktionen wurden um 10 Uhr beendet, der Flugverkehr soll sich trotzdem erst morgen wieder völlig normalisieren.
Hamburg Der Warnstreik in Hamburg hat den Flugverkehr am Vormittag komplett lahm gelegt. Nach Angaben des Airports fielen 85 Flüge aus. Rund 6000 Passagiere waren von dem Ausstand betroffen. Ankommende Flüge wurden über Bremen oder Berlin umgeleitet. Nach Angaben einer Flughafen-Sprecherin hat sich der Flugverkehr inzwischen wieder normalisiert. 7650 Passagiere waren von dem Streik betroffen.
Hannover-Langenhagen Der Warnstreik am Flughafen Hannover ist beendet. 13 Starts fielen ganz aus, 25 weitere Maschinen starteten nach Streikende mit teils mehrstündigen Verspätungen. Gegen 9.30 Uhr hätten die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung, der Technik, der Feuerwehr und der Bundespolizei die Arbeit wieder aufgenommen, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di.
Köln/Bonn Bis 9 Uhr wurde am Flughafen in Köln/Bonn gestreikt. Alle Flüge die vorsorglich annulliert oder verlegt wurden, konnten starten, sagte eine Flughafensprecherin.
Mainz Warnstreiks in Rheinland-Pfalz: In Mainz, Ludwigshafen, Trier und Kaiserslautern legten ab dem frühen Morgen Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs die Arbeit nieder. In Ludwigshafen sind keine Straßenbahnen und Busse der Rhein-Neckar-Verkehr Gesellschaft (RNV) unterwegs. In Trier fuhr nur jeder zweite, in Mainz nur etwa jeder fünfte Bus planmäßig.
München Erhebliche Behinderungen auf dem Münchner Flughafen: Nach Angaben des Airports mussten 183 Flüge ausfallen. Betroffen waren fast ausschließlich innerdeutsche Verbindungen. Noch bis zum Abend soll es zu Verspätungen kommen.
Münster-Osnabrück Bis 8 Uhr wurde am Flughafen Münster/Osnabrück bei der Personen- und Gepäckkontrolle, der Feuerwehr, dem Sicherheitsbereich, der Gepäckabfertigung und in technischen Bereichen gestreikt.
Nürnberg Ausstand beendet: Bis 8.15 Uhr wurde am Flughafen Nürnberg gestreikt. 450 Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste und der Be- und Entlader beteiligten sich an den vierstündigen Protesten. Der Flugverkehr am Nürnberger Flughafen verlief trotzdem reibungslos. Nur drei Flüge wurden gestrichen.
Saarbrücken Mit einem einstündigen Warnstreik hat die Gewerkschaft Ver.di den Flughafen Saarbrücken vorübergehend lahmgelegt. Insgesamt legten rund 100 Mitarbeiter die Arbeit zeitweise nieder, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Neben dem Bodenpersonal trat auch die Flughafenfeuerwehr in den Ausstand. Daher habe der Flughafen für rund eine Stunde komplett geschlossen werden müssen, sagte der Sprecher. Insgesamt seien drei Flüge gestrichen worden. Für diesen Donnerstag ruft Ver.di im ganzen Saarland zum wiederholten Mal zu ganztägigen Warnstreiks auf.
Stuttgart Warnstreik beendet: Rund 120 Angestellte legten in Stuttgart die Arbeit nieder. Sieben Flüge mussten annulliert werden.



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