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CHIPHERSTELLER Warten auf die Wende

aus DER SPIEGEL 43/2001

Bis zu 80 Prozent ihres Spitzenwertes haben die Aktien der großen Chiphersteller in den vergangenen eineinhalb Jahren verloren. Inzwischen waren selbst US-Blue-Chips wie Intel, Texas Instruments oder Motorola sowie ST Microelectronics, die Nummer eins in Europa, auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren abgerutscht. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, das zeigt die Erfahrung der vergangenen 20 Jahre, werden die Aktien der Chipkonzerne steil nach oben schießen. Doch noch sind die Analysten uneins, ob die Talsohle erreicht und die Wende in Sicht ist. So rechnen Optimisten wie Frits de Vries von Rabo Securities damit, dass sich der Halbleitermarkt »spätestens im Frühjahr 2002 wieder gefangen hat«, während die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter befürchten, dass die Krise noch bis zu 18 Monate anhält. Wie unsicher die Experten sind, zeigt unter anderem die Bewertung des Branchenführers Intel. Während Morgan Stanley die Aktie mit einem Kursziel von 40 Dollar empfiehlt, erwarten die Analysten von ABN Amro einen weiteren Kursrutsch bis auf 15 Dollar und raten deshalb zum Verkauf.

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