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BAUSTOFFAKTIEN Weltweit auf Tour

aus DER SPIEGEL 39/1999

An ihren Papieren hatten die Aktionäre der deutschen Baustoffkonzerne Heidelberger Zement und Dyckerhoff lange Zeit keine rechte Freude. Das ist jetzt anders. Von ihren Tiefständen im Januar zogen die Kurse um rund 60 Prozent an. Der Grund: Weil der Zementverbrauch in Deutschland stagniert, gehen die Konzerne weltweit auf Einkaufstour. Die Heidelberger kauften bereits für 4,6 Milliarden Mark die schwedische Scancem-Gruppe auf, die indonesische Indocement soll folgen. Dyckerhoff steckt 2,2 Milliarden Mark in die Lone Star Industries, das ertragreichste Zementunternehmen in den USA. Wie die Konkurrenz möchte Dyckerhoff aber baldmöglichst auch in die asiatischen Märkte einsteigen. Die Zukäufe wurden zwar teuer bezahlt, doch sie machen die Deutschen unabhängiger von regionalen Konjunkturschwankungen, stärken Umsätze wie Renditen. Analysten der BHF-Bank sehen bei Dyckerhoff nun »bessere Perspektiven«, ihre Kollegen von der HypoVereinsbank erwarten für Heidelberger Zement sogar »überdurchschnittliche Kurschancen«.

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