Weltwirtschaft Währungsfonds erwartet robusten Aufschwung

Der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass die Weltwirtschaft 2005 weiter wachsen wird, wenn auch leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Sorge bereitet den Geldexperten allerdings die USA. Auch der Aufschwung im EU-Raum steht demnach auf wackeligen Füßen.


Container: Ein "ordentlicher Anpassungsprozess" wird nötig
AP

Container: Ein "ordentlicher Anpassungsprozess" wird nötig

Berlin - Im laufenden Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem robusten Wachstum der Weltwirtschaft, das sich an den fünf Prozent aus 2004 orientieren wird. Dem IWF zufolge werde das Plus "nur leicht zurückgehen", vor allem wegen eines geringeren Wachstums in den USA, verlautete aus Kreisen der Bundesregierung.

Ein Problem ist demnach weiter das hohe Doppeldefizit der Vereinigten Staaten. Mittelfristig sei hier ein "ordentlicher Anpassungsprozess" nötig. Bei den globalen Ungleichgewichten hänge viel von den Amerikanern ab, hieß es mit Blick auf das Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) Ende der Woche in London.

Weitere Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft seien auch die hohe Verschuldung vieler Schwellenländer sowie das hohe Ölpreisniveau. Ein Fragezeichen setze der IWF zudem hinter die Robustheit des Wachstums in der Europäischen Union.

Die Kreise warnten vor allzu großen Erwartungen an das G7-Treffen am Freitag. Weichenstellungen in der Wechselkurspolitik seien nicht zu erwarten.

Auch in der Debatte um neue Finanzierungsformen für die Entwicklungshilfe wird es bei dem Londoner Gipfel aus Sicht der Bundesregierung keine Beschlüsse geben. Die Meinungen der Industrienationen lägen noch weit auseinander. Der Vorschlag einer Steuer auf Spekulationsgeschäfte sei nicht konsensfähig. Deutschland wolle sich unter anderem für eine Kerosinsteuer zumindest in Europa einsetzen, hieß es.



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