Davos-Blog So lief das Eliten-Treffen im Schnee

Trump, China, der Brexit und neue Technologien - beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde heiß über die großen Themen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Alle Höhepunkte im Newsblog.

Britische Premierministerin May in Davos
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Britische Premierministerin May in Davos

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Davos 2017 Stefan Kaiser Willkommen beim Davos-Blog ! Die Reporter von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE berichten vom Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpendorf. Rund 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien treffen sich vom 16. bis 20 Januar - und diskutieren unter anderem über Globalisierung, Protektionismus und Populismus. Hier erfahren Sie, was passiert. Davos 2017 1/20/17 1:06 PM Stefan Kaiser Es leert sich langsam, das Kongresszentrum in Davos. Politiker und Top-Manager reisen ab – zum nächsten Termin oder einfach nach Hause. Das Weltwirtschaftsforum 2017 geht zu Ende . Vier Tage lang haben rund 3000 Vertreter aus mehr als 100 Ländern miteinander debattiert und gestritten. Ob das den Zustand der Welt wirklich verbessert, wie es das Motto des Forums besagt? Wer weiß.   Das Reporter-Team von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE bedankt sich bei allen Lesern, die in unserem Blog vorbeigeschaut haben. Alle Einträge sind natürlich noch verfügbar. Scrollen Sie durch und lesen Sie die Höhepunkte des Treffens hier noch einmal nach. Davos 2017 1/20/17 11:02 AM Martin Hesse Was ist das größte Risiko für die Weltwirtschaft? Was könnte ein so genannter schwarzer Schwan sein, ein unbekanntes Ereignis, dass die Weltwirtschaft in Turbulenzen stürzt? Wall-Street-Größe Larry Fink sieht das größte Risiko in der technologischen Revolution und den Folgen, die sie für die Arbeitsmärkte in der ganzen Welt hat. Schon die Wahl Trumps und der Brexit seien zum Teil auf diese Veränderungen zurückzuführen gewesen. Er sorge sich um Schwellenländer, deren Wirtschaft sich auf billige Arbeit stützt und wo es an Bildung fehle. " Diesen Ländern könnte es übel ergehen" , sagt Fink. Die Ungleichheit könne weiter wachsen und die Migrationsströme anschwellen. Davos 2017 1/20/17 10:44 AM Stefan Kaiser Larry Fink  gilt als einer der mächtigsten Menschen der Wirtschaftswelt - und auch er setzt auf einen amerikanischen Aufschwung unter Donald Trump: Ebenso wie die Brexit-Entscheidung habe auch die Wahl des neuen US-Präsidenten Auswirkungen auf sehr viele Menschen, die nun hofften, dass es ihnen bald besser geht, sagt der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock . Dieser Optimismus der Verbraucher  treibe den Konsum, die wichtigste Säule der US-Wirtschaft. So seien in den USA die Autoverkäufe unmittelbar nach der Wahl gestiegen. Dennoch sieht Fink auch mögliche Probleme, etwa wenn Trump seine angekündigte protektionistische Handelspolitik durchziehe und damit Staaten wie China oder Japan brüskiere.  "Wir verärgern einige unserer größten Geldgeber", sagt Fink mit Blick auf den gewaltigen amerikanischen Schuldenberg, der zum guten Teil dadurch finanziert wird, dass Investoren aus diesen Ländern US-Staatsanleihen kaufen.   Davos 2017 1/20/17 10:27 AM Martin Hesse Hammond droht der EU : Zwar wolle Großbritannien dafür sorgen, dass die Handelsketten zwischen Großbritannien und dem Rest Europas intakt bleiben, und dass umgekehrt die EU weiterhin Zugang zum Londoner Finanzmarkt haben. Es sei im Interesse Großbritanniens, dass die EU als wichtigster Handelspartner, stark und erfolgreich sei. Deshalb würden er und Theresa May gerne dem politischen Mainstream in der EU folgen - sich also in Steuerpolitik und Regulierung weiter an Europa orientieren. "Aber wenn man uns den Zugang zum europäischen Markt verweigert, dann werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf anderem Weg erhalten." Was er meint: Die britische Regierung würde sich dann über niedrigere Unternehmenssteuern und Deregulierung Vorteile verschaffen . Die Briten wollen offenbar immer noch alles: rausgehen aus der EU, die Freizügigkeit der Arbeitnehmer verweigern, aber dennoch in den Genuss anderer Vorteile der Union kommen. Davos 2017 1/20/17 10:18 AM David Böcking Wolfgang Schäuble sieht die künftige US-Handelspolitik kritisch - das hat er gerade im SPIEGEL-Interview deutlich gemacht . Bei der Diskussion über das kommende Jahr sagt er nun, "Probleme mit dem Freihandel" gehörten zu den Risiken im Jahr 2017. Auch Deutschland könnte dadurch " einige Probleme haben ". Die geopolitischen Risiken hätten "zugenommen, nicht abgenommen". Optimistischer zeigt sich Schäuble mit Blick auf den Brexit. Zumindest in diesem Jahr erwartet er keine Auswirkungen von Großbritanniens geplantem EU-Austritt auf die Eurozone. Davos 2017 1/20/17 10:17 AM Stefan Kaiser Davos 2017 1/20/17 10:09 AM Martin Hesse Zu den Traditionen des Weltwirtschaftsforums gehört der Ausblick für die globale Wirtschaft am letzten Tag des Gipfels. Als Gurus treten auf: IWF-Chefin Christine Lagarde , Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble , Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda, Larry Fink, Chef des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock und Brexit-Finanzminister Philip Hammond. Auch hier dreht sich alles um Donald Trump und was er für die Wirtschaftswelt bringt. Erst einmal bringt er Optimismus : Der IWF habe den Wachstumsausblick für Amerika angehoben, weil Trump mit niedrigeren Steuern und höheren Ausgaben die Konjunktur ankurbeln will. Dann kommt das Fragezeichen: Werden protektionistische Maßnahmen das konterkarieren? Davos 2017 1/20/17 9:29 AM Martin Hesse Wie wird der neue US-Präsident Donald Trump beeinflussen, wie es mit Großbritannien und der EU passiert? Wird er die Briten auf seine Seite ziehen? Hammond nimmt den von Trump initiierten Flirt an. "Es kommt für uns darauf an, über Europa hinaus zu sehen und auf unsere traditionellen Handelsbeziehungen zu besinnen." Die USA spielten dabei eine wichtige Rolle. Es sei bei dem Brexit-Votum nicht um eine Abstimmung gegen die Globalisierung gegangen, vielmehr wolle Großbritannien mehr Handel außerhalb der EU betreiben. So schmeißt man sich Amerika an die Brust. Ob das funktioniert? Da ist Staley skeptischer. Trump könne zwar positiv wirken, wenn es ihm wirklich darum gehe, das Welthandelssystem fairer zu machen. Aber wenn er Handelsabkommen wie die WTO zerstören wolle, dann werde dies nicht nur für Großbritannien und die EU eine große Herausforderung. Eine Botschaft hat Hammond noch für die Schotten , die nur zu gerne ihren eigenen Deal mit der EU aushandeln würden. "Es wird keine Verhandlungen im Namen von kleinen Teilen von EU-Mitgliedsstaaten geben." Die Schotten sollten nicht vergessen, dass der Rest des Vereinigten Königreichs für Schottland wichtiger sei als der Handel mit der EU, droht er. Davos 2017 1/20/17 9:06 AM Stefan Kaiser Wenn George Soros loslegt, wird es dramatisch. Der 86-Jährige Multimilliardär  hat zum Abendessen geladen, um seine Sicht der Weltlage zu erklären - und die ist wie immer nicht gerade rosig. Am Tag vor der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten, rückt er diesmal Donald Trump in den Mittelpunkt. Einen "Möchtegern-Diktator" nennt ihn Soros. Er stehe für das Gegenteil einer offenen Gesellschaft, für einen "Mafia-Staat".  Wie Manager und Investoren mit Trump umgehen werden, will eine Journalistin wissen. Und Soros antwortet: "Ich werde mich so weit wie möglich von ihm fernhalten." Die amerikanischen Institutionen seien innenpolitisch zwar stark genug, Trump zu bändigen, meint der Investor. Der Kongress in Washington werde die Rechte des Parlaments verteidigen. Doch außenpolitisch schwant Soros Unheil: Trump könne einen Handelskrieg mit China entfachen, fürchtet er. Für Europa sieht es laut Soros ohnehin düster aus: Die Europäische Union drohe auseinanderzudriften. "Das vergangene Jahr war ein Desaster", sagt der in Ungarn geborene Amerikaner - und nennt  das Brexit-Votum und die Regierungskrise in Italien als Beispiele. "Die EU ist zu kompliziert geworden. Die Menschen haben sich von ihr entfremdet."  Der Austritt aus der EU werde Großbritannien nichts Gutes bringen, prophezeit Soros. Noch seien die wirtschaftlichen Auswirkungen moderat. Das lasse viele Briten hoffen, dass alles nicht so schlimm werde. Doch die Abwertung des britischen Pfundes und die damit einhergehende Inflation würden über kurz oder lang dazu führen, dass der Lebensstandard der Menschen sinkt. Davos 2017 1/20/17 8:59 AM Martin Hesse Einer der wichtigsten Streitpunkte in den Brexit-Verhandlungen wird die Freizügigkeit sein, die freie Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes innerhalb der EU. Hammond möchte nur noch die Besten auf die Insel lassen. "Wir können Freizügigkeit nicht mehr akzeptieren. Aber das heißt nicht, dass wir die Tür nach Großbritannien zu machen ", sagt der Finanzminister. Es wäre aber ein Schuss ins Knie, wenn man Studenten und Akademikern den Zugang nach Großbritannien verwehren würde, so Hammond. Reagieren müsse man nur auf die Frustration der Bevölkerung über den Zustrom unqualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland. Monti erteilt Ausnahmen von der Freizügigkeit, die in der EU garantiert ist, eine Absage. Und Barclays-Chef Staley fürchtet, nicht mehr genug qualifiziertes Personal für die Top-Jobs in der Bank zu finden. "Allein drei unserer Vorstandsmitglieder kommen aus der EU." Davos 2017 1/20/17 8:41 AM Martin Hesse Die Wissenschaftlerin Woods appelliert, dass Großbritannien sich weiter als weltoffen zeigen muss, und warnt davor, die Regulierung der Banken über Bord zu werfen. Der Banker Staley steht für die City of London , das größte Finanzzentrum der Welt. Seine Branche kämpft seit dem Brexit-Votum darum, den Zugang zum europäischen Finanzmarkt nicht zu verlieren. So auch hier: "Der freie Kapitalverkehr darf nicht beschränkt werden", warnt Staley. Theresa May haben die Sorgen der Banker allerdings bisher wenig beeindruckt. Davos 2017 1/20/17 8:37 AM Martin Hesse Blair war vorgestern. Gestern hat Theresa May in Davos noch einmal erklärt, wie sie sich den Brexit vorstellt. So ungefähr jedenfalls. So richtig weiß noch immer keiner, was der Austritt aus der EU für beide Seiten bedeuten wird. Wie geht es mit Großbritannien weiter? Darüber diskutieren Philip Hammond, britischer Finanzminister, der frühere EU-Kommissar Mario Monti, die Oxford-Professorin Ngaire Woods und der Chef der britischen Großbank Barclays, Jes Staley. Monti fürchtet, durch den Brexit könnten sich die Fliehkräfte in Europa verstärken, wenn die Austrittsverhandlungen chaotisch verlaufen. Doch die klare, wenn auch harte Haltung Mays auf der einen und Angela Merkels auf der anderen Seite, stimmen ihn optimistisch, dass der Austritt geordnet verlaufen könnte. Davos 2017 1/20/17 8:11 AM Martin Hesse Letzter Tag des Weltwirtschaftsforums 2017 und der Tag, an dem Donald Trump sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten antritt, der Mann, der sich als Retter der Globalisierungsverlierer sieht. Am Vorabend hat in Davos die Investmentbank JP Morgan zum Empfang geladen. Bankchef Jamie Dimon einer der prominentesten Vertreter der von Trump im Wahlkampf beschimpften Finanzelite, hat soeben das Gehalt auf 28 Millionen Dollar erhöht bekommen. Neben ihm grüßt Tony Blair, einst britischer Premier, und heute gerne als Event-Promi gebucht. Auch er repräsentiert eine Ordnung, die Trump vorgibt, umstürzen zu wollen. Sein Kabinett allerdings ist gespickt mit Dimons Wall-Street-Kollegen. Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Davos 2017 1/19/17 10:45 PM Klaus Brinkbäumer Es heißt in Davos nahezu stündlich und manchmal auch mehrmals pro Stunde, dass die Welt ein besserer Ort werde. Doch wird sie das? Zu einem dieser zauberhaften Davos-Abendessen kamen im Hotel Europe Roboterkonstrukteure und Humangenetiker, Mediziner und Molekularbiologen zusammen. Wie wird sie werden, die Welt? Zehn Prognosen . 1. Transgenes Bier wird besser schmecken als, sagen wir, Astra. 2. Diabetes wird durch Bakterien geheilt werden, der Kranke wird Joghurt essen und gesunden. 3. Maschinen lernen rasant, aber noch haben sie kein Bewusstsein und keine Moral. Das wird sich ändern. 4. Wenn es so weit ist, sollten wir gute Beziehungen zu ihnen aufgebaut haben. Künstliche Intelligenz wird unkontrollierbar sein, so wie menschliche Intelligenz ja auch, die immerhin derart unkontrollierbar war, dass sie die künstliche Intelligenz erschaffen hat. 5. Zur Zeit behandelt der Mensch die Maschine schlecht. Führerlose Autos werden in San Francisco misshandelt, und überall in Amerika werden Drohnen vom Himmel geschossen. Maschinen werden auch das Konzept der Rache verstehen. 6. Roboter werden Rechte haben und Eigentum erwerben dürfen. 7. Vorher hätten dies allerdings Laborratten verdient. 8. In fünf Jahren wird einer der Referenten von Davos ein Roboter sein, und wir werden glauben, er hätte - oder habe - eine Seele. 9. Das fliegende Auto kommt auch. Es ist die logische Kreuzung aus führerlosem Auto und Drohne, aber billig wird's nicht. 10. Ja, die Welt wird ein besserer Ort . Allerdings nur, wenn uns künstliche Intelligenz beim Überleben hilft. Ansonsten macht die Erde ab dem 22. Jahrhundert ohne Menschen weiter. Davos 2017 1/19/17 12:20 PM Stefan Kaiser Die Elite hat in Zeiten von Trumpismus und Wutbürgertum kein gutes Image - für die EU-Kommission gilt das schon lange. Vizepräsident Frans Timmermans nimmt das Problem mit Humor: Zuhause würden er und seine Familie oft Witze darüber machen, dass die EU in Brüssel an allem schuld sei, vom Regenwetter bis zum platten Fahradreifen. Sein Sohn begrüße ihn morgens manchmal mit den Worten: "Guten Morgen, du gesichtsloser, ungewählter Bürokrat ."  Davos 2017 1/19/17 11:13 AM Martin Hesse Was kann Europa wieder attraktiv machen? "All die Romantik hilft nicht, wenn wir nicht Ergebnisse liefern", wiederholt Rutte. Es gehe um Jobs , den Schutz der Grenzen und die Verhinderung illegaler Immigration. Schulz führt die Probleme Europas darauf zurück, dass andere Länder wettbewerbsfähiger seien, weil sie die europäischen Standards für soziale Sicherheit , Umweltschutz und anderes ignorierten. "Wir können diese Standards nur verteidigen, indem wir unsere wirtschaftlichen Kräfte bündeln", argumentiert der scheidende EU-Parlamentspräsident. Den Schlusspunkt setzt der niederländische EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans. Es gehe auch um eine ideologische Konfrontation . In Holland liefere die Regierung Rutte gute Ergebnisse, die Leute empfänden ihr eigenes Leben als gut. Dennoch gewinne der Rechtspopulist Geert Wilders viele Wähler, weil er behaupte, die Bürger durch Ausgrenzung vor dem Verlust ihres Wohlatsnds schützen zu können. "Aber der richtige Weg ist Inklusion , das müssen wir dagegenhalten." Davos 2017 1/19/17 10:54 AM Martin Hesse Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und Schulz streiten vehement über die Zukunft der EU . Schulz appelliert an die Regierungen der EU, sie müssten sich öffentlich dazu bekennen, dass mehr Europa der einzige Weg ist, der auf den Prinzipien ihrer Vorgänger von Helmut Kohl bis Francçois Mitterand aufgebaut worden sei. "Sonst wird die EU keine Zukunft haben!" "Nein, das ist der schnellste Weg, die Union zu zerstören ", hält Rutte dagegen. "Das ist eine romantische Vorstellung von der Europäischen Union." Man müsse pragmatisch vorgehen. Jeder müsse tun, was notwendig ist, um die Union voranzubringen. "Aber wir dürfen nicht mehr vorgeben, dass wir uns in Richtung eines europäischen Superstaates bewegen." Das will Schulz nicht auf sich sitzen lassen. "Ich bin kein Romantiker." Ohne die Osterweiterung Europas und die Ideen Kohls würde Europa heute nicht da stehen, wo es heute steht. Davos 2017 1/19/17 10:53 AM David Böcking Dass Wolfgang Schäubles Englischkenntnisse begrenzt sind, räumt der Finanzminister selber gerne ein . Das führt bisweilen zu kreativen Neuschöpfungen. Berühmt wurde seine Warnung „isch over“ mit Blick auf eine Deadline für Griechenland. Nun hat Schäuble bei einer Diskussion in Davos ein deutsches Sprichwort einfach anglisiert: “You never eat as hot as it's cooked” , erklärt Schäuble dem amüsierten Publikum. Es geht um die Frage, ob Großbritannien sich nach dem Brexit tatsächlich in eine Steueroase verwandeln könnte. Schäuble verweist darauf, dass sich die Briten innerhalb der G20 verpflichtet hätten, Unternehmensteuern nicht als Wettbewerbsinstrument zu verwenden. Deshalb sei Großbritannien auch nicht mit Ländern wie Singapur vergleichbar. Die Verhandlungen über den Brexit würden trotzdem „funny“, sagt Schäuble. Er halte aber nichts davon, schon vor Verhandlungen, Muskeln zu zeigen. Dann erwähnt er Finanzdienstleistungen , die britische Firmen nach dem Austritt eventuell nicht mehr auf dem Kontinent anbieten können. Es sei eine „sehr schwierige“ Frage, sagt Schäuble. Das klingt dann doch ein bisschen nach Muskelspiel. Davos 2017 1/19/17 10:45 AM Martin Hesse Der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hält Mays Absage an die EU ein leidenschaftliches Plädoyer für Europa entgegen. Deutschland als stärkstes Mitglied der Europäischen Union werde bald weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, die EU insgesamt keine fünf Prozent. "Wie soll ein einzelnes europäisches Land in dieser Welt wirtschaftlich überleben?", fragt Schulz. Die EU müsse den Sinn der Union vor den künftigen Generationen verteidigen. Schulz sagt auch, woran es krankt in der Europäischen Union und kritisiert damit die Bundesregierung : "Die EU-Institutionen müssen Regeln wie den Stabilitäspakt interpretieren, nicht einzelne Regierungen. Sonst wird es immer so sein, dass ein Land dem anderen Lektionen erteilt." Außerdem müsse das Doppelspiel enden, das die nationalen Regierungen betrieben, indem sie in Brüssel hinter verschlossenen Türen Beschlüsse fassten und dann zu Hause behaupteten, sie hätten damit nichts zu tun. Davos 2017 1/19/17 9:46 AM Stefan Kaiser Die Rede von Theresa May macht deutlich: Die Premierministerin will ihr Land als eigenständigen, wichtigen Pfeiler in einer neuen, liberalen Weltordnung positionieren. Mit einer starken Wirtschaft, die durch eine wirtschaftsfreundliche Politik gefördert wird. Die EU spielt für sie dabei offenbar keine große Rolle mehr. Was May dabei womöglich vergisst: Viele Briten haben nicht für den Brexit gestimmt, weil sie in eine neue, globale Welt aufbrechen wollen, sondern weil sie die Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern stoppen möchten. Davos 2017 1/19/17 9:44 AM Barbara Hans May spricht über ihre gesellschaftliche Vision und damit implizit auch über die Gründe des Brexit: 'Diejenigen, die nur knapp über die Runden kommen, brauchen umso mehr eine starke Regierung und eine Teilhabe an der Gesellschaft.' Davos 2017 1/19/17 9:36 AM Barbara Hans Wie können Regierungen gegen wachsende Widerstände angehen? 'Wir müssen die Menschen in allen Regionen erreichen und das Vertrauen in Unternehmen stärken.' Der Wohlstand müsse die Menschen erreichen. Davos 2017 1/19/17 9:30 AM Barbara Hans Premierministerin Theresa May liefert eine interessante Deutung des Brexit: 'Wir haben uns entschieden, die Europäische Union zu verlassen - und die Welt zu umarmen.' Es handele sich nicht um eine Ablehnung der EU, nicht um ein Ende der Zusammenarbeit, sondern um das Bemühen, 'Kontrolle über die eigenen politischen Belange zu erlangen und eigene Entscheidungen zu treffen'. Davos 2017 1/19/17 9:28 AM Stefan Kaiser Theresa May spricht- und hat eine ganz eigene Interpretation des Brexit-Votums: Die Briten hätten sich nicht gegen Europa entschieden, sondern für eine Öffnung zur Welt. "Sie haben entschieden, ein wirklich globales Großbritannien aufzubauen." Davos 2017 1/19/17 8:50 AM Stefan Kaiser Auch zwei Tage nach seinem Auftritt ist Trump-Berater Anthony Scaramucchi immer noch omnipräsent in Davos - ob als Gesprächsthema oder auf der Leinwand. Davos 2017 1/19/17 8:47 AM Stefan Kaiser Guten Morgen aus Davos! Heute erwartet Sie hier ein Auftritt der britischen Premierministerin Theresa May.   Sie wird den versammelten Wirtschaftsführern erklären müssen, warum sie nun auf einen harten Brexit, also einen klaren Schnitt mit der Europäischen Union, dringt. Ab 10.15 Uhr können Sie Mays Rede auch hier im Blog per Livestream verfolgen. Davos 2017 1/18/17 6:25 PM David Böcking Am frühen Abend bleiben die meisten Reihen im Davoser Kongresszentrum leer. Ganz überraschend ist das nicht. Es geht um ein Thema, das weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden ist: den Klimawandel . Zwar wurde in Paris vor gut einem Jahr endlich jenes Klimaschutzabkommen geschlossen, um das die Politik jahrelang gerungen hatte. Doch US-Präsident Donald Trump hat bereits angekündigt, aus dem Abkommen auszusteigen. Zudem nominierte er Skeptiker des Klimawandels als künftigen Energieminister sowie Leiter der Umweltschutzbehörde. Das zeige, dass noch nicht jeder das Problem verstanden habe, kommentiert Ex-US-Vizepräsident und Klimaaktivist Al Gore („Eine unbequeme Wahrheit“) diese Entscheidungen auf dem Podium. Doch nicht nur in den USA sorgt das Thema weiterhin für Konflikte. Das zeigt sich, als Gore nach einem Ratschlag an die neben ihm sitzende Premierministerin von Bangladesch gefragt wird. „Baut dieses dreckige Kohlekraftwerk nicht“ , appelliert er daraufhin an Sheikh Hasina. Gemeint ist ein Kraftwerk, vor dessen Bau die Unesco ausdrücklich warnt, weil es zur Zerstörung eines von ihr als Weltnaturerbe geschützten Mangrovenwaldes und darin lebender Tiger führen könne. Das will Hasina nicht auf sich sitzen lassen. „Ich verstehe nicht, warum alle dieses Thema ansprechen“, leitet sie einen langen Monolog ein. Das Kraftwerk werde keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt haben, sogar Mangos könne man in seiner Nähe anbauen. Im Übrigen sei ihr Land zwar durch den Klimawandel selbst von Überflutung bedroht, müsse sich aber eben auch wirtschaftlich entwickeln . Und zum Ausbau der erneuerbaren Energien fehle immer noch viel, etwa verlässliche Finanzierungsmodelle. Die wiederum hat sich die britische Großbank HSBC auf die Fahnen geschrieben, deren Chef Stuart Gulliver ebenfalls auf dem Podium sitzt. Gulliver hat selbst gerade ein kleines Ethikdilemma: In einer Studie wirft Greenpeace seiner Bank vor, in großem Stil die klimaschädliche Palmölproduktion zu finanzieren. Gulliver sagt, ein Rückzug aus der Branche sei nicht sinnvoll, weil man dann keinen Einfluss mehr auf die Umweltstandards der Produzenten nehmen könne. Aber er habe sich hier in Davos gerade mit dem Greenpeace-Chef getroffen, um über eine mögliche Lösung zu reden. „Wir sehen uns tatsächlich als eine Kraft des Guten .“ Davos 2017 1/18/17 3:54 PM Stefan Kaiser Wie hält es Europa mit einem US-Präsidenten Donald Trump aus? Pierre Moscovici sitzt nun auf der Bühne, immerhin einer der wichtigsten EU-Kommissare, zuständig für den Euro. Doch viel zu sagen hat er dazu nicht. "Wir müssen diese Worte ernst nehmen", sagt Moscovici mit Blick auf Trumps abfällige Äußerungen über Europa, die er Anfang der Woche in einem Interview losgelassen hatte . Diese neue Druck auf Europa sei aber auch eine Chance, stärker zusammenzuwachsen, sagt Moscovici. Deutlicher wird da die italienische Managerin Emma Marcegaglia , die mit Moscovici auf dem Podium sitzt. Die Präsidentin des italienischen Erdölriesen Eni blickt bang auf Trump. Niemand wisse genau, was er als Präsident tun werde, sagt Marcegaglia. Möglicherweise werde er eine moderate Politik verfolgen. Aber „wenn er ernst meint, was er sagt, ist er ein totales Desaster“. Davos 2017 1/18/17 2:47 PM David Böcking "Die internationale Ordnung ist nichts, wofür wir Präsident Trump begeistern werden", vermutet Frederick Kempe vom Thinktank The Atlantic Council. Aber nach allem, was man höre, sei der künftige US-Präsident durchaus offen für Argumente. Deshalb hofft Kempe, mit Anspielung auf Trumps Twitter-Botschaften, auf "eine Entwicklung über 140 Zeichen oder mehr ". Davos 2017 1/18/17 2:27 PM David Böcking Die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert wirbt für Militäreinsätze gegen den "Islamischen Staat", auch bekannt als Daesh. "Ich bekämpfe Daesh lieber in Syrien oder dem Irak als in unseren Innenstädten." Davos 2017 1/18/17 2:20 PM Barbara Hans Zur Bedeutung der Nato sagt die deutsche Verteidigungsministerin: 'Wir haben nicht vergessen, wie es sich anfühlt, wenn die eigene nationale Souveränität bedroht wird.' Je stärker die Nato sei, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, Konflikte friedlich und am Verhandlungstisch zu lösen. Davos 2017 1/18/17 2:17 PM Barbara Hans "Deutschland muss eine Führungsrolle in Europa einnehmen" , sagt Ursula von der Leyen. "Eine Führung aus der Mitte. Das ist der Kern der Demokratie: gemeinsam zu überlegen, wie Lösungen aussehen können, zu verhandeln. Auch wenn das mitunter langwierig und frustrierend ist." Davos 2017 1/18/17 2:16 PM David Böcking Lange habe niemand eine starke europäische Verteidigungspolitik gewünscht, sagt von der Leyen, auch die USA nicht. "Das hat sich komplett geändert ." Davos 2017 1/18/17 2:12 PM David Böcking Was würde ein Ende der Nato bedeuten? "Ich weiß nicht, was in diesem Raum wäre, aber im Kreml würde viel Wodka getrunken", vermutet Ex-US-Militär Stavridis. Davos 2017 1/18/17 2:11 PM Barbara Hans Wer kann in Europa eine Führungsrolle einnehmen? "Wir beide" , antwortet die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert, meint sich und Ursula von der Leyen - und sorgt für Lacher im Publikum. Davos 2017 1/18/17 2:08 PM David Böcking Wo lauern heute die größten Bedrohungen? "Ich würde den Cyberspace an die erste Stelle setzen", sagt der frühere US-Admiral und Nato-Kommandeur James Stavridis. Doch auch rassistische Gewalt sei eine große Gefahr - wie etwa der Fall des kürzlich zum Tode verurteilten Todesschützen Dylann Roof zeige. Davos 2017 1/18/17 2:04 PM Barbara Hans 'Es ist der Moment für Europa, aufzustehen und unsere Haltung deutlich zu machen', sagt Ursula von der Leyen auf einem Panel zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen. 'Wir kämpfen für etwas - nicht gegen etwas. Das verbindet uns als Partner in den transatlantischen Beziehungen.' Europa müsse investieren und einen angemessenen Teil der Ausgaben für Verteidigung tragen. 'Die Nato ist nicht nur eine militärische Allianz, sondern eine Allianz der Werte.' Davos 2017 1/18/17 1:59 PM David Böcking Wozu braucht es noch die Nato ? Auf diese von Donald Trump aufgeworfene Frage reagiert von der Leyen, indem sie an den bislang einzigen Fall erinnert, in dem der sogenannte Bündnisfall des Militärbündnisses ausgerufen wurde: die Terroranschläge vom 11. September 2001. Davos 2017 1/18/17 1:51 PM Stefan Kaiser Ist die Digitalisierung Fluch oder Segen? In den USA gingen viel mehr Jobs durch die Digitalisierung verloren als durch die Globalisierung, sagt HP-Managerin Meg Whitman . Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg hält dagegen: „Die Technologie schafft auch Nicht-technologische Jobs“, sagt sie. Es gehe nicht darum, dass alle programmieren können müssen. Dazu erzählt Sandberg die Geschichte eines kleinen Berliner Möbelherstellers , den sie gerade besucht habe. Die Geschäfte seien zeitweise schlecht gelaufen, sagt Sandberg - bis der Sohn des Chefs damit begonnen habe, die Produkte online zu vermarkten. Nun expandiere die Firma. Davos 2017 1/18/17 1:18 PM Stefan Kaiser Allein unter Frauen - das kommt auch hier in Davos nicht so oft vor. Top-Managerinnen wie Sheryl Sandberg (Facebook), Meg Whitman (Hewlett Packard) und IWF-Chefin Christine Lagarde diskutieren "Eine positive Geschichte für die globale Gemeinschaft". Der einzige Mann in der Runde: der afghanische Gründer Ahmad Sarmast. Davos 2017 1/18/17 11:15 AM Stefan Kaiser Viele Politiker und Unternehmenschefs scheuen offene Kritik am künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat da weniger Hemmungen: Die Welt habe sich aus guten Gründen strenge Handelsregeln auferlegt, um Rechtssicherheit in den globalen Wirtschaftsbeziehungen zu schaffen, sagt er SPIEGEL ONLINE im Interview ( hier nachzulesen ). "Es ist bestürzend zu sehen, dass nun ein amerikanischer Präsident diese Rechtsstaatlichkeit zu unterlaufen versucht." Auch die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May , sich im Zuge des Brexit aus der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu verabschieden, kritisiert Stiglitz. "Sich vom Europäischen Gerichtshof zurückzuziehen, ist eine große Sache." Solche politischen Fragen seien wichtiger als die ökonomischen Aspekte des Brexit. Davos 2017 1/18/17 11:11 AM David Böcking Davos 2017 1/18/17 11:10 AM David Böcking Während der deutsche Landwirtschaftsminister noch mit Veggie-Schnitzeln hadert, zeigt man in Davos deutlich weniger Berührungsängste mit dem Vegetarismus . An vielen Ecken werben Poster für eine "pflanzenbasierte Ernährung" - verbunden mit dem Hinweis, dass Vegetarier nur etwa halb so viele CO2-Emissionen verursachen wie Fleischliebhaber. Fleisch gibt es beim Weltwirtschaftsforum natürlich trotzdem - etwa in Form von Schinkensemmeln, mit denen sich so mancher bis zum Abendessen durchschlägt. Doch die Käsebrötchen seien deutlich populärer, berichtet eine Bedienung. Zeigen die Appelle etwa schon Wirkung? Davos 2017 1/18/17 10:48 AM jamieoliver So brilliant to work with @ shakira at the event last night at the @ wef We are working towards a #healthynothungry w… twitter.com/i/web/status/8… Davos 2017 1/18/17 10:22 AM David Böcking Zusammengefasst: Joe Biden kritisiert bei seinem letzten Auftritt den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf. Auffällig zurückhaltend zeigt er sich dagegen mit Bezug auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Den kritisiert er nur indirekt - mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die westliche Wertegemeinschaft und die von Trump für obsolet erklärte Nato . Davos 2017 1/18/17 10:09 AM David Böcking Es gehe um die Zukunft der Kinder und Enkel, sagt Biden zum Schluss. Dann geht er ab, erneut unter Standing Ovations . Davos 2017 1/18/17 10:08 AM Barbara Hans 'Der Zusammenhalt Europas war eine Voraussetzung der Sicherheit der USA', sagt Biden und stellt die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen heraus. Davos 2017 1/18/17 10:07 AM David Böcking Kleine Panne im Saal: Der auf Biden gerichtete Scheinwerfer geht aus und erst nach etwa einer halben Minute an. Der scheidende Vizepräsident spricht ungerührt im Halbdunklen weiter. Davos 2017 1/18/17 10:05 AM Barbara Hans 'Die Menschen sind sicherer, wenn wir international zusammenarbeiten. Wir müssen die Eigenständigkeit von Europa schützen.' Biden spricht über die Bedeutung der Nato, den bedingungslosen Zusammenhalt der Bündnispartner - und appelliert, dass dies auch unter Präsident Trump so bleibt. Davos 2017 1/18/17 10:05 AM David Böcking Nun kommt Biden zur Amtsübergabe von Barack Obama an Donald Trump. Er hoffe, dass die USA auch unter Trump ihre bisherige Rolle einnehmen könnten. Doch sie könne das nur zusammen mit anderen Ländern. Davos 2017 1/18/17 10:02 AM David Böcking Biden lobt die EU. Sie habe ihre Schwächen, doch zum Wohlstand von Millionen beigetragen. Und sie helfe gerade Staaten in Osteuropa die illiberalen Tendenzen abzuschütteln. Davos 2017 1/18/17 10:02 AM Barbara Hans 'Wir müssen eine sehr gefährliche Annahme widerlegen: dass Tatsachen und Fakten nicht mehr entscheidend sind', sagt Biden. 'Wir dürfen Europa nicht auseinanderfallen lassen.' Davos 2017 1/18/17 9:59 AM Barbara Hans 'Die USA haben ihre Rolle in der Welt nicht immer perfekt ausgeübt und den Antiliberalismus teils mit begünstigt', sagt Biden. Davos 2017 1/18/17 9:58 AM Barbara Hans 'Russland versucht, demokratische Prozesse anzugreifen', sagt Biden und kritisiert Putin hart. Davos 2017 1/18/17 9:57 AM David Böcking "Wir sollten mit weiteren Angriffen rechnen", sagt Biden mit Blick auf Russlands mutmaßliche Hacker-Attacken . Putin habe eindeutig eine andere Vorstellung von der Zukunft. Davos 2017 1/18/17 9:56 AM Barbara Hans 'Demagogen heizen die Befürchtungen der Menschen an, das ist heute an der Tagesordnung.' Die größte Bedrohung gehe von einem Antiliberalismus aus; vor allem Russland greife das europäische Projekt an. Davos 2017 1/18/17 9:56 AM David Böcking Hart Vorwürfe gegen Russland : Wladimir Putin versuche alles, um das europäische Projekt zu erodieren, sagt Biden. Davos 2017 1/18/17 9:53 AM Barbara Hans 'Unsere Welt ist sicherer denn je -auch, wenn es sich manchmal nicht so anfühlt', sagt Biden und spricht über Extremismus und Terrorismus. Davos 2017 1/18/17 9:52 AM David Böcking "Wir sind wahrscheinlich sicherer als je zuvor", sagt Biden. "Aber es fühlt sich definitiv nicht so an. Das liege an der großen Verbreitung von Nachrichten über Gewalt und Hass über die digitalen Medien . Davos 2017 1/18/17 9:50 AM David Böcking "Das obere Prozent trägt seinen Teil nicht bei", sagt Biden, und versichert der versammelten Elite zugleich. "Ihr seid nicht die Bösen, Ihr seid die Guten." Es sei kein Problem, die Besteuerung gerechter zu machen. Davos 2017 1/18/17 9:47 AM Barbara Hans 'Hier in Davos fällt es leicht, die Vorzüge der Globalisierung zu sehen', sagt Biden. 'Wir müssen sicherstellen, dass diese Vorzüge auch bei den Menschen ankommen.' Die Gesellschaften in den USA und vielen anderen Ländern seien gespalten, der soziale Zusammenhalt gefährdet. Davos 2017 1/18/17 9:45 AM David Böcking Genau wie der Trump-Berater Anthony Scaramucci am Dienstag beruft sich auch Biden auf seinen Vater . Dieser habe ihn gelehrt, dass ein angemessener Lohn auch Würde und Sicherheit bedeutet. Davos 2017 1/18/17 9:43 AM David Böcking Das westliche System sei unter großen Druck geraten, so Biden. "Heute möchte ich die Quellen dieser Verunsicherung ansprechen." Davos 2017 1/18/17 9:42 AM David Böcking Biden beschwört die Sicherheitsarchitektur der vergangenen Jahrzehnte . „Wir haben buchstäblich einen Strich unter Jahrhunderte von Kriegen gezogen“, beschreibt er die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Davos 2017 1/18/17 9:39 AM David Böcking Biden wird mit Standing Ovations begrüßt und beginnt mit einem Scherz. Noch 48 Stunden , dann könne er endlich seine Meinung sagen. "Als ob ich das nicht schon mein ganzes Leben gemacht hätte." Davos 2017 1/18/17 9:38 AM David Böcking Forumschef Klaus Schwab beginnt die Begrüßung von Biden sehr persönlich. Er dankt dem scheidenden US-Vizepräsidenten für sein Engagement im Kampf gegen Krebs . Schwab stockt kurz. Auch er selbst und seine Frau seien in gewisser Weise von diesem Thema betroffen, fügt er dann an. Davos 2017 1/18/17 9:27 AM David Böcking Zumindest gemessen am Publikumsinteresse ist Joe Biden noch kein Mann von gestern. "Diese Schlange fängt in Deutschland an", meint ein Teilnehmer angesichts der großen Zahl von Wartenden. Davos 2017 1/18/17 8:07 AM David Böcking Guten Morgen aus Davos zum zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums! Nachdem sich hier gestern der Trump-Flüsterer Anthony Scaramucci an einer Erklärung des künftigen US-Präsidenten versuchte, spricht heute noch mal ein Vertreter der alten Garde: US-Vizepräsident Joe Biden hält eine Ansprache. Er ist für offene Worte und eine gering ausgeprägte Angst vor Fettnäpfchen bekannt - mal sehen, wie er die Bühne in Davos nutzt. Um die USA geht es auch später, wenn Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen auftritt. Mit ihrer niederländischen Amtskollegin und anderen widmet sie sich der Frage: "Steht die Transatlantische Allianz an einem Wendepunkt?" Auch innerhalb der europäischen Allianz lief es schon mal glatter. " Europas Uneinigkeit reparieren ", lautet der Titel einer Diskussionsrunde, an der unter anderem Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici teilnimmt. Ob eine Dreiviertelstunde für dieses Vorhaben reichen wird? Davos 2017 1/17/17 4:31 PM Stefan Kaiser Die Temperaturen in Davos liegen aktuell bei -13 Grad. Da kann es einem schon mal recht frisch um die Ohren werden. Auf der Promenade hat ein großer Versicherungskonzern deshalb einen Mützenspender installiert. Die warmen Kopfbedeckungen sind schnell vergriffen. Davos 2017 1/17/17 4:12 PM Martin Hesse Theresa Mays Brexit -Rede schlägt auch in Davos Wellen – und nährt die defätistische Stimmung auf dem Weltwirtschaftsforum. „Das ist eine schroffe Ansage, Theresa May scheint es mit dem Austritt aus dem Binnenmarkt ernst zu meinen“, sagt Norbert Winkeljohann, Deutschlandchef der Beratungsgesellschaft PwC. Wie bei anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft mischt sich bei dem Berater eine „Ihr-werdet-schon-sehen-was-ihr-davon-habt" -Haltung mit wachsendem Frust über die politische Führung in der EU. „Wenn Großbritannien sich als Steuerparadies positionieren und gleichzeitig handelspolitisch abkapseln möchte, dann wird dies dem Haushalt und der Handelsbilanz schaden“, sagt Winkeljohann. Aber auch die deutsche Wirtschaft könne infolge des Brexit um 0,5 Prozent weniger wachsen. Da hätten die Briten sich und dem Rest Europas einen Bärendienst erwiesen, pflichtet der Finanzvorstand eines Dax-Konzerns bei. Die Wirtschaft ruft nun nach politischer Führung. „Ich vermisse eine entschlossene Reaktion aus Brüssel“, klagt Winkeljohann. „ Die EU muss Flagge zeigen und nicht einfach weitermachen wie bisher.“ Davos 2017 1/17/17 12:43 PM Barbara Hans Vielleicht war vor allem das ein Vorgeschmack auf Trumps Präsidentschaft: dass es Berater brauchen wird, die seine Tweets, Forderungen, Anwürfe in diplomatisch geländegängige Aussagen verwandeln. Ob er, Scaramucci, die Rolle eines Übersetzers einnehme, fragt Philipp Rösler zum Abschluss. 'Wir sind beim Weltwirtschaftsforum', sagt Scaramucci. 'Da gibt es jede Menge Übersetzer.' Davos 2017 1/17/17 12:36 PM David Böcking Scaramucci selbst will offenbar den Vorwurf von Interessenskonflikten vermeiden, wenn er künftig Trump berät. Er habe soeben seine Firma verkauft, sagt der Investor. Die Pressemitteilung werde in Kürze verschickt. Davos 2017 1/17/17 12:34 PM Barbara Hans Scaramucci sagt, Trump sei nicht an einer Aufrüstung gelegen. Was aber bedeutet seine Aussage, die Nato sei obsolet? Scaramucci versucht sich weiter als Übersetzer. Die Struktur der Nato sei zu erhalten, nicht aber alle Ziele. Davos 2017 1/17/17 12:27 PM Barbara Hans 'Trump hat großen Respekt für Angela Merkel und Präsident Putin', sagt Scaramucci. Er habe eine besondere Fähigkeit, internationale Politiker zusammenzubringen. Zwar übe Trump Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik. Allein: Der künftige Präsident sei kein Rassist. Nächstes Thema im Übersetzungsversuch 'Was sagt Trump - was meint Trump?': die Nato. Davos 2017 1/17/17 12:24 PM David Böcking Die Thesen werden steiler: Trump sei der "am wenigsten rassistische Mensch, den ich kenne", behauptet Scaramucci. Deshalb könne er sich auch gut vorstellen, dass Trump und Obama bald zusammen Golf spielen. Davos 2017 1/17/17 12:20 PM Barbara Hans 'Ich habe nur ein Problem mit Trump', sagt sein Vertrauter Scaramucci, 'ich weiß nicht, wann er schläft.' Es ist ein wenig subtiles Kompliment. Davos 2017 1/17/17 12:17 PM Barbara Hans Scaramucci beschreibt den Beginn seiner Zusammenarbeit mit Trump: ein Handschlag, eine Abmachung zwischen dem Präsidentschaftskandidaten und dem damaligen Skeptiker. Wenn er sich als Kandidat durchsetze, dann werde er Scaramucci in sein Team holen, so die Vereinbarung. Scaramucci begründet den Wandel seiner Meinung immer wieder mit seiner eigenen Biografie - und Trumps Verbundenheit mit seiner Wählerschaft. Davos 2017 1/17/17 12:16 PM David Böcking Er wisse, dass Trumps Kommunikationsstil vielen im Raum nicht gefalle, so Scaramucci. "Ich möchte Euch beruhigen: Er ist ein sehr mitfühlender Mann ." Davos 2017 1/17/17 12:12 PM David Böcking "Wir wollen keinen Handelskrieg", versichert Scaramucci. Doch lange hätten die USA in Handelsabkommen ihren Partnern umfangreichere Einfuhren erlaubt, als diese umgekehrt gewährten. Das habe weltweit zu Entwicklung und Wohlstand geführt, doch angesichts des Abstiegs der amerikanischen MIttelklasse brauche es nun neue Abkommen. “Alles, was wir verlangen, ist mehr Symmetrie.” Davos 2017 1/17/17 12:10 PM Barbara Hans Anthony Scaramucci sagt im Gespräch mit Philipp Rösler, Donald Trump sei ein Hoffnungsträger der Globalisierung. Trump arbeite derzeit intensiv an seiner Antrittsrede. 'Trump kommuniziert sehr effektiv und er erreicht die Menschen mit seinen Botschaften.' Davos 2017 1/17/17 12:04 PM David Böcking Scaramucci thematisiert seine Rolle als Trump-Berater gleich zu Beginn. "Das ist mein zehntes Jahr hier, aber das erste mit Vorkoster ", sagt er. Davos 2017 1/17/17 11:57 AM David Böcking In wenigen Minuten hat der Trump-Berater und Finanzinvestor Anthony Scaramucci seinen ersten offiziellen Auftritt in diesem Jahr. Das Interesse ist auch hier groß. In der Warteschlange steht eine Gruppe von Lateinamerikanern , unter ihnen der Chef eines chilenischen Großkonzerns. Kein Wunder: Nach China sind die USA der wichtigste Exportmarkt für Chile. Sollte Trump tatsächlich Zölle erhöhen oder andere Handelsschranken errichten, so würde man das nicht zuletzt in Südamerika zu spüren bekommen. Davos 2017 1/17/17 11:09 AM Barbara Hans "Die Straße der Zivilisation ist keine Straße ohne Hindernisse", sagt Xi zum Abschluss seiner Rede. "Niemand wird uns davon abhalten, Fortschritte zu machen." Davos 2017 1/17/17 11:06 AM David Böcking Donald Turmps größten Vorwurf an China dementiert Xi ausdrücklich: „Wir haben keinerlei Absicht, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, indem wir unsere Währung abwerten .“ Davos 2017 1/17/17 11:01 AM David Böcking „Wir Chinesen wissen genau, wie man Reichtum und Wohlstand erreichen kann“, fährt Xi mit dem Selbstlob fort. Doch in Davos weiß auch jeder, dass Chinas bisheriges, exportgetriebenes Wachstumsmodell zunehmend in Frage steht. Die heimische Wirtschaft stehe unter Druck, räumt der Präsident ein. Doch selbst die nach unten korrigierten Wachstumsraten gehörten immer noch zu den höchsten in der Welt . Davos 2017 1/17/17 10:53 AM Stefan Kaiser Weil die große Halle überfüllt ist, wird die Rede des chinesischen Präsidenten auch in andere Räume des Davoser Kongresszentrums übertragen. Menschen aus allen Teilen der Welt hören zu. Davos 2017 1/17/17 10:53 AM David Böcking Kein Land dürfe seinen Weg als einzig richtigen sehen, sagt Xi. An Eigenlob für den eigenen Weg mangelt es aber nicht. China entwickele sich selbst und teile seine Erfolge mit anderen. „Unsere Entwicklungspolitik ist ein Segen für China und die Welt.“ Davos 2017 1/17/17 10:46 AM Africa Gathering Chinese President is so positive compare to @ realDonaldTrump #wef17 - "No one will emerge winner in the Trade War" Davos 2017 1/17/17 10:45 AM David Böcking Die Botschaft von Xi in Richtung USA wird noch deutlicher: „Wir sind heute eine Schicksalsgemeinschaft in der Welt “, sagt der chinesische Präsident. Länder müssten sich „einer Politik enthalten, die nur eigene Interessen verfolgt.“ Dann kehrt Xi zu maritimen Analogien zurück. „Wir dürfen uns nicht jedes Mal in eigene Hafen zurückziehen, wenn ein Sturm aufkommt - sonst werde wir nie die andere Seite des Ozeans erreichen." Und, noch deutlicher: „ Niemand kann einen Handelskrieg gewinnen. “ Davos 2017 1/17/17 10:45 AM Bill Gross "Our real enemy is not a neighboring country. It is hunger, poverty, superstition and prejudice." China's Xi Jinpin… twitter.com/i/web/status/8… Davos 2017 1/17/17 10:43 AM Benjamin Bidder Wenn ich Herrn Xi in #davos2017 mal zusammenfassen darf: Globalisierung ist unverrückbar wie der Ozean. Wer nicht schwimmen will, ertrinkt Davos 2017 1/17/17 10:37 AM David Böcking „Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit“ : Mit diesem Dickens-Zitat beschreibt der chinesische Präsident seinen Blick auf die Weltlage. Die Globalisierung sei in Verruf geraten, „viele Menschen fragen sich, was schiefgelaufen ist mit dieser Welt“. Das zielt fraglos auch auf die Wähler von Donald Trump, der sein Land derzeit auf protektionistischen Kurs bringt. Dann folgt etwas, das vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen wäre: China wirbt im zweifelnden Westen für die Globalisierung. Diese sei nicht an allem Schuld, weder an der Flüchtlings- noch an der Finanzkrise. Erstere sei die Folge von regionalen Konflikten und Kriegen, letztere von übermäßigem Gewinnstreben und Deregulierung. Auch China habe lange Angst vorm Welthandel gehabt, sagt Xi. Doch wer nur Angst vor Gegenwind habe, ertrinke irgendwann. „Wir haben einen mutigen Schritt nach vorne getan und uns den internationalen Märkten gestellt“, so der Präsident. „Die Weltwirtschaft ist ein großer Ozean, dem man heute nicht mehr entgehen kann .“ Davos 2017 1/17/17 10:17 AM David Böcking China will sich in Davos dieses Jahr als kommende Führungsmacht präsentieren – und trifft auf enorme Resonanz. Bei der Eröffnungsrede von Präsident Xi Jinping ist der Andrang so groß, dass viele Teilnehmer abgewiesen werden. Dabei redet Xi in der Kongresshalle, die hunderte von Menschen fasst. So viel Aufmerksamkeit ist selbst bei der in Davos versammelten Prominenz ungewöhnlich. Davos 2017 1/17/17 9:50 AM Stefan Kaiser Trump-Berater Scaramucci Davos 2017 1/17/17 9:48 AM Stefan Kaiser Donald Trump selbst ist nicht nach Davos gekommen, doch er hat einen seiner engsten Berater geschickt, um für ihn und seine Politik zu werben: Finanzinvestor Anthony Scaramucci wird heute Mittag noch seine eigene Plattform bekommen, im Interview mit dem ehemaligen deutschen Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Doch schon am Morgen gibt er einen Vorgeschmack darauf, was populistische Wirtschaftspolitik bedeutet. Die Elite, hier in Davos und zu Hause in den USA, habe sich isoliert und den Kontakt zu den normalen Bürgern verloren, schimpft Scarramucci. "Hört den Menschen zu", fordert er. Die Trump-Regierung werde die Steuern senken und vereinfachen - und dafür sorgen, dass die Menschen wieder mehr Geld zum Ausgeben in der Tasche haben. Davos 2017 1/17/17 8:53 AM Martin Hesse Es mag der Tag des chinesischen Präsidenten Xi Jinping werden, aber den Auftakt prägt noch einmal Donald Trump . An den Börsen ist Trump bisher bejubelt worden. Aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, dass sich das ändert - das zumindest glaubt Kenneth Rogoff , Star-Ökonom aus Harvard. Wenn Donald Trump auch sonst nichts bringe, so werde er doch ganz sicher das Risiko an die Finanzmärkte zurückbringen, orakelte Rogoff. Der Grund: Trump will das Wachstum mit Steuersenkungen und erhöhten Ausgaben anheizen - das dürfte Zinsen und Inflation in die Höhe treiben. Das aber ist Gift für die Anleihemärkte. Auch die erwartete protektionistische Linie Trumps und anderer Populisten sieht Rogoff kritisch. "Sie wird nicht nur das globale Wachstum verlangsamen, sondern Menschen mit geringen Einkommen werden leiden, weil die Preise steigen." Davos 2017 1/17/17 7:59 AM Stefan Kaiser Guten Morgen aus Davos! Das Weltwirtschaftsforum beginnt heute mit einer Premiere: Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping wird die Eröffnungsrede halten. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein chinesisches Staatsoberhaupt nach Davos kommt. Und es wird erwartet, dass Xi die Gelegenheit nutzt, sich als Retter der Globalisierung zu positionieren - und damit als Gegenpol zum designierten US-Präsidenten Donald Trump. Davos 2017 1/16/17 10:18 PM David Böcking Wurde in Davos mit einem "Crystal"-Award für ihr Engagement geehrt: Popsängerin Shakira Davos 2017 1/16/17 10:13 PM David Böcking Den ersten Presseauflauf verursachte in Davos kein Politiker oder Manager, sondern Popstar Shakira . Die Kolumbianerin warb zusammen mit dem Schauspieler Forest Whitaker für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Uno. Diese umfassen unter anderem ein Ende der Armut, hochwertige Bildung und Frieden. (Mehr zu den Zielen lesen Sie in dieser Reportageserie von SPIEGEL ONLINE .) Shakira begründete ihr Engagement auch persönlich. Als Kolumbianerin habe sie selbst erlebt, wie viele Kinder Opfer von Gewalt wurden und wie wichtig Bildung als Schutz gegen Radikalisierung sei. Und als Mutter eines zwischenzeitlich erkrankten Jungen sei ihr klar geworden, wie viele Eltern in ähnlichen Situationen ohne Ressourcen sind. Doch ganz ohne Fragen zur Politik geht es derzeit auch für Promis nicht. Eine Journalistin wollte wissen, inwiefern der Aufstieg des Populismus auch die humanitäre Arbeit erschwere. Whitaker, der eine eigene Stiftung betreibt, betonte die Bedeutung von Neutralität gegenüber der Politik. Shakira sagte immerhin, man müsse Kinder auch weiterhin zur Toleranz erziehen. Dann kehrte sie lieber wieder zu privaten Bekenntnissen zurück. So sei sie mit der Erziehung oft genauso überfordert wie andere. "Ich bin keine entspannte Mutter !" Davos 2017 1/16/17 9:59 PM Stefan Kaiser Die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos stehen dieses Jahr besonders unter Druck. Der Wahlsieg von Populisten wie Donald Trump hat gezeigt, dass viele Menschen den etablierten Eliten aus Politik, Medien und Wissenschaft nicht mehr trauen. Auch der Glauben an die heilsbringenden Kräfte der Globalisierung schwindet - selbst unter Managern, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Mehr dazu lesen Sie hier in unserem Text zum Start des Weltwirtschaftsforums . Show more Tickaroo Liveblog Software



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