Wembley-Stadion WestLB finanziert Neubau

Drei Jahre lang kämpfte der britische Fußballverband FA für den Neubau einer britischen Ikone - des Wembley-Stadions. Jetzt ist die Finanzierung offenbar gesichert. Den Löwenanteil wird einem Pressebericht zufolge die Düsseldorfer WestLB übernehmen.


WestLB macht das Rennen: Simulation des neuen Wembley-Stadions
AP

WestLB macht das Rennen: Simulation des neuen Wembley-Stadions

Hamburg - Das Mandat soll offiziell nächste Woche vergeben werden, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf einen mit den Verhandlungen vertrauten Insider. Bereits am Freitag will der Verband demzufolge ein aktualisiertes Konzept für das Stadion veröffentlichen.

"Der Deal wird kein klassischer Immobilienkredit sein, er wird der Bank aber auch keine vorübergehende Betreiber- oder Eigentümerrolle geben", hieß es. Die WestLB werde mindestens 400 Millionen Pfund für das 90.000 Zuschauer fassende Stadionprojekt beschaffen.

Einen weiteren Teil der Finanzierung wird die Londoner Entwicklungsgesellschaft übernehmen, die rund 21 Millionen Pfund beisteuert. Die Behörde erhofft sich für die Stadt London durch das neue Stadion Einnahmen in Höhe von rund 229 Millionen Pfund pro Jahr.

Ließ das Stadion in die Geschichte eingehen: Wembley Tor bei der Fußball WM 1966
DPA

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Die Gesamtkosten werden derzeit mit rund 715 Millionen Pfund beziffert. Die WestLB werde vermutlich eine mit Einnahmen aus dem zukünftigen Betrieb besicherte Anleihe zur Refinanzierung des Mandats auflegen, was bedeuten würde, dass die Bank das Ausfallrisiko vorübergehend selbst tragen müsste.

Ursprünglich hatten sich auch britische Geldinstitute um das Mandat bemüht, darunter auch die Barcleys Bank als Hausbank der Football Association. Nachdem die WestLB aber als Finanzierungspartner ins Gespräch gekommen war, hatte Barcleys ihr Angebot zurückgezogen.



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