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US-AKTIEN Wende in Sicht?

aus DER SPIEGEL 49/2002

An der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq wurde seit dem Höchststand im Jahr 2000 Kapital im Wert von vier Billionen Dollar vernichtet. 700 Unternehmen verschwanden mittlerweile von der Börsentafel, 500 weitere Firmen notieren als Pennystocks unter einem Dollar. Doch seit Anfang Oktober geht es mit vielen Kursen wieder nach oben. Der Chip-Hersteller AMD beispielsweise konnte innerhalb weniger Wochen seinen Börsenwert verdoppeln. »Die Trendwende ist sehr nahe«, glaubt Hardwick Simmons, Präsident der Nasdaq. Die Konjunkturdaten, die in der vergangenen Woche in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurden, waren überraschend positiv. Simmons setzt darauf, dass den Anlegern keine Alternative bleibt, als mit ihren Reserven auf den Aktienmarkt zurückzukehren. Der Immobilienmarkt sei sehr hoch bewertet, Kursgewinne bei Anleihen seien zudem ausgereizt. Außerdem hofft der Börsenchef auf politischen Geleitschutz. »Präsident Bush wird wahrscheinlich die Doppelbesteuerung auf Dividenden verändern«, orakelt Simmons. Davon würden auch Großunternehmen wie General Motors profitieren, die im Dow-Jones-Index gelistet werden. Dort allerdings sind die Kurse im gleichen Zeitraum auch deutlich weniger dramatisch abgestürzt als die Nasdaq-Werte. Das Erholungspotenzial gilt deshalb als begrenzt.

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