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Deutsche Bank Wenger klagt gegen Spitzengehälter

aus DER SPIEGEL 32/1996

Der Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger will den Aktionsoptionsplan verhindern, mit dem Spitzenkräfte der Deutschen Bank ihr Einkommen gewaltig steigern können. Rund 200 Spitzenkräfte der Bank sollen Tantiemen erhalten, die von der Entwicklung des Aktienkurses abhängen. Kleinaktionär Wenger klagt beim Landgericht Frankfurt gegen den entsprechenden Hauptversammlungsbeschluß vom Mai. Das Vorhaben sei, so Wenger, eine »auf willkürliche Grundlage gestellte Vorteilszuwendung«. Der Ökonom ist zwar durchaus für die Ausgabe von Optionen an leistungsstarke Top-Manager. Bei der Deutschen Bank aber könne der Vorstand den Plan so ausgestalten, daß »sogar unterdurchschnittliche Performance mit Millionenvorteilen« belohnt werde. Über das Ausmaß der finanziellen Vorteile seien die Aktionäre getäuscht worden. Inzwischen geht auch der Vorstandssprecher Hilmar Kopper auf Distanz: Der konkrete Plan werde anders aussehen.

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