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GETRÄNKE Weniger Lust auf Champagner

aus DER SPIEGEL 41/2003

Um mehr als 30 Prozent steigerten die Champagner-Hersteller in den vergangenen zehn Jahren ihren Absatz. Nur in Deutschland, einem der größten Exportmärkte für die französischen Luxusschaumweine, haben die Verbraucher immer weniger Lust auf Champagner. Seit dem Rekordjahr 1997, als fast 20 Millionen Flaschen nach Deutschland verkauft wurden, sank der Absatz um mehr als 40 Prozent auf gut 11 Millionen Flaschen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im ersten Halbjahr 2003 sanken die Verkaufszahlen nach aktuellen Berechnungen der GfK-Marktforscher erneut um 1,5 Prozent, während die Verkaufszahlen beim italienischen Prosecco steil anstiegen. Über die Gründe für den Absturz sind die Experten uneins. Während die einen auf die allgemeine Konsumflaute verweisen, sehen andere die seit 1997 um 24 Prozent gestiegenen Einfuhrpreise als Hauptargument. Durch die Preiserhöhungen sei es selbst für Discounter wie Aldi oder Penny, die früher große Mengen Champagner absetzten, heute kaum noch möglich, den Preis der Flaschen unter der psychologisch wichtigen Schwelle von zehn Euro zu halten.

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