Werkseröffnung Mercedes-Benz made in China

Als Mercedes-Benz 1996 das erste Werk außerhalb Deutschlands – nämlich in den USA - eröffnete, war das für den Hersteller eine Revolution. Inzwischen ist man experimentierfreudiger und kostenbewusster geworden. Nun hat der Mutterkonzern das erste Werk in China eingeweiht.

Peking - DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche kam persönlich nach Peking, um das neue Automobilwerk des Konzerns zu eröffnen. Das brandneue Produktionswerk sei einer der wichtigsten Ausgangspunkte für das weitere Wachstum von DaimlerChrysler in Asien, sagte er.

In der Anlage vor den Toren der Hauptstadt sollen zunächst Mercedes-Benz-Modelle der E-Klasse und im nächsten Jahr auch die neue C-Klasse montiert werden. Außerdem werden dort Fahrzeuge von Chrysler und Mitsubishi hergestellt. Die Fabrik hat eine Kapazität für den Bau von jährlich 25.000 Mercedes und 80.000 Chrysler- und Mitsubishi-Fahrzeugen. Zunächst arbeiten hier 1200 Mitarbeiter. Investiert wurden in das Gemeinschaftsprojekt von Beijing Benz-DaimlerChrysler (BBDC) und in andere China-Aktivitäten etwa 1,5 Milliarden Euro.

China gilt als der am schnellsten wachsende Automarkt - und ist bereits nach den USA der zweitgrößte der Welt. DaimlerChrysler ist ein hier ein Nachzügler: Volkswagen, Toyota und General Motors produzieren bereits in China.

Immerhin aber hat DaimlerChrysler seinen Fahrzeugabsatz in China in den ersten acht Monaten deutlich gesteigert. Von Januar bis August seien dort 61 Prozent mehr Autos der Marke Mercedes verkauft worden als im Vorjahr, teilte der Konzern mit. Der Absatz der Marke Chrysler sei um 56 Prozent gesteigert worden.

Die Konzern-Tochter Beijing Benz erwägt derweil einen Börsengang. "Die finanziellen Bedingungen für eine Notierung sind angemessen und wir bewegen uns in diese Richtung", sagte BBDC-Chairman An Qingheng in Peking, ohne Einzelheiten zu nennen.

itz/dpa/AP/Reuters

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