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US-AIRLINES Wetten auf die Pleite

aus DER SPIEGEL 43/2001

Die amerikanischen Fluglinien geraten nach den Terroranschlägen in den USA an der Börse weiter unter Druck. Investoren setzen darauf, dass zumindest eine der großen US-Airlines das Schicksal der Swissair teilt - und Konkurs anmelden muss. Deshalb decken sich Spekulanten verstärkt mit so genannten Puts, also Verkaufsoptionen, ein. Mit diesen Papieren können sie bei fallenden Kursen satte Gewinne einstreichen. Wer dagegen auf steigende Kurse setzt, muss sich Kaufoptionen, die Calls genannt werden, ins Depot legen. Doch seit dem 11. September werden beispielsweise bei American Airlines, United Airlines und Continental wesentlich mehr Puts gehandelt. An manchen Tagen lagen die Umsätze der Puts sogar um das Fünffache über denen der Calls. Die »notwendige Konsolidierung«, so ein Frankfurter Banker, »hat aber nicht nur mit den Anschlägen zu tun. Schon zuvor waren die US-Fluglinien an der Börse deutlich zu hoch bewertet«.

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