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FIAT Wiener Retter

aus DER SPIEGEL 41/2003

Herbert Demel, ehemaliger Audi-Chef, wird Anfang 2004 Vorstandsvorsitzender des angeschlagenen italienischen Autoherstellers Fiat. Der gebürtige Wiener, der erst vor einem Jahr die Führung des österreichischen Autozulieferers Magna Steyr übernommen hatte, wird Giancarlo Boschetti ablösen. Der 64-Jährige, der Anfang vergangenen Jahres von der Fiat-Lastwagensparte Iveco als Sanierer zu dem hochdefizitären Autobauer (4 Milliarden Euro Verlust in 2002) gekommen war, geht in den Ruhestand. Die Entscheidung für den langjährigen VW-Manager Demel, der für die Wolfsburger bis vor einem Jahr VW do Brasil leitete, kommt völlig überraschend. Bis zuletzt war der frühere Ford-Topmanager Martin Leach als neuer Fiat-Autochef gehandelt worden. Demel hatte die Offerte von Fiat-Konzernchef Giuseppe Morchio im Sommer zunächst mit Blick auf seinen Fünfjahresvertrag bei Magna abgelehnt. Erst als die Italiener ihm weitgehende Eigenregie bei der Wiederbelebung der Turiner Traditionsmarke zusicherten, willigte Demel ein. Der 49-Jährige gilt als exzellenter Automanager mit Gespür für Marken und Modelle. In seiner Zeit bei Audi machte er die Ingolstädter mit Neuheiten wie dem Audi TT zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber gegenüber dem Lokalrivalen BMW.

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