Williger Übernahmekandidat Stada möchte sich selbst veräußern

Der Bad Vilbeler Pharmaproduzent Stada sucht einem Zeitungsbericht zufolge einen Käufer. Nach Informationen aus Finanzkreisen hat Vorstandschef Hartmut Retzlaff die Deutsche Bank mit der Suche nach Interessenten beauftragt.


Stada-Tabletten: Interesse aus Israel
DPA

Stada-Tabletten: Interesse aus Israel

Frankfurt am Main- Der Kaufpreis solle um die zwei Milliarden Euro betragen, was einem Preis von 35 bis 36 Euro je Aktie entspräche, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ein Angebot liege bereits vom israelischen Pharmakonzern Teva vor, erfuhr das Blatt aus Unternehmenskreisen. Teva wolle bis zu 36 Euro für jede Aktie des hessischen Generikaherstellers bezahlen.

Gestern beendeten Stada-Aktien Chart zeigen den Börsenhandel bei 26,28 Euro. Weder Stada noch Teva hätten eine mögliche Übernahme kommentieren wollen, schrieb die Zeitung weiter. Neben Teva seien auch der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis Chart zeigen und der US-Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson Chart zeigen an Stada interessiert. Stada gilt seit der Übernahme seines Konkurrenten Hexal durch den Schweizer Pharmariesen Novartis Chart zeigen im Februar als attraktivstes Übernahmeziel im deutschen Generikamarkt.

Das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen erzielt einen Großteil seiner Erlöse mit Nachahmerprodukten von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Erst vor kurzem hatte das Unternehmen seine Prognose eines prozentual zweistelligen Umsatz- und Gewinnanstiegs bekräftigt. Dabei stützt es sich auch auf die Erwartung eines kräftigen Wachstums des weltweitern Marktes für Nachahmerpräparate.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.