Ökostrom Bund und Länder einigen sich auf Teilung Deutschlands - in zwei Windkraftzonen

Bund und Länder haben sich nach SPIEGEL-Informationen darauf verständigt, Deutschland in zwei Windkraftzonen aufzuteilen. Damit sollen die Stromnetze entlastet werden.

Windpark bei Riepe (Niedersachsen)
DPA

Windpark bei Riepe (Niedersachsen)


Weil der Ausbau der Netze stockt, kann Strom aus deutschen Windparks immer häufiger nicht abtransportiert werden. Deshalb haben sich die Ministerpräsidenten der Länder, die Bundeskanzlerin und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach SPIEGEL-Informationen bei ihrem Treffen diese Woche darauf geeinigt, Deutschland in zwei Zonen aufzuteilen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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In Zone 1 (siehe Grafik) soll das Gros der jährlich 2800 Megawatt neuer Windkraftkapazitäten errichtet werden. In Zone 2 darf in den kommenden Jahren nur noch ungefähr ein Drittel weniger an Windkraftleistung aufgebaut werden als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, um die Netze nicht noch stärker zu belasten.

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Die Windkraftzonen sollen Teil der Eckpunkte des künftigen Erneuerbare-Energien-Gesetzes sein, die Gabriel am kommenden Mittwoch ins Bundeskabinett einbringen will. Demnach soll die ausgeschriebene Windleistung ab 2020 auf jährlich 2900 Megawatt steigen.

Bei den Eckpunkten zum Ausbau der Biomasseanlagen hat sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer durchgesetzt. Nachdem Gabriel ursprünglich nur jährlich 100 Megawatt neuer Leistung aus biologischen Abfällen genehmigen wollte, hat ihm der CSU-Chef für die nächsten drei Jahre 150 Megawatt abgetrotzt. Anschließend soll der für die Stromkunden kostspielige Ausbau auf 200 Megawatt steigen.

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