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»Wir müssen härter rangehen«

Müssen Zahnärzte bescheidener leben? Lassen sich die Deutschen zu viele Medikamente verschreiben? Gehen die Krankenhäuser pleite? Kranksein kommt immer teuerer, die Kosten für die medizinische Versorgung klettern von Jahr zu Jahr. Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU), 43, möchte einen »kurzfristigen radikalen Stopp-Kurs« versuchen. Seehofer, der schon als Parlamentarischer Staatssekretär bei Arbeitsminister Norbert Blüm an einer Reform des Gesundheitswesens mitarbeitete, findet die Reaktionen der Ärzte »kaum ermutigend«. Vergangene Woche streikten die Zahnärzte im Rheinland, und Ärzte drohten, ihre Kassenzulassung abzugeben. Der Minister zeigt sich wenig beeindruckt und will den Druck zum Sparen weiter verstärken: »Ich werde alle in die Pflicht nehmen.«
aus DER SPIEGEL 32/1992
W. Didzoleit, H.-J. Schlamp
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