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ONLINE-BANKING »Wir wollen nicht seriös werden«

Consors-Chef Karl-Matthäus Schmidt, 31, über die Neu-Positionierung seines Unternehmens
aus DER SPIEGEL 35/2000

SPIEGEL: Herr Schmidt, in Zukunft soll statt des schrägen »Mr. Nice« Uli Hoeneß Werbung für Consors machen. Werden Sie jetzt seriös?

Schmidt: Wir präsentieren uns auch künftig als Angreifer, von daher wollen wir gar nicht seriös werden, jedenfalls nicht im Sinne herkömmlicher Banken. Aber wir sind längst keine BWL-Studenten-Combo mehr. In unserer Kernzielgruppe, den jungen, unangepassten Börsenspekulanten, haben wir die Kunden gewonnen, die wir gewinnen konnten. Jetzt sprechen wir auch breitere Bevölkerungsschichten an.

SPIEGEL: Zum Beispiel Fußball-Fans. Spekulieren die mit Aktien?

Schmidt: Natürlich, aber eben noch nicht unbedingt über den Computer. Doch nachdem Boris Becker im Internet ist, bringen wir nun Uli Hoeneß bei, Wertpapiere online zu ordern. Er hilft uns, Leute zu erreichen, die mit Online-Brokerage bisher nichts zu tun hatten.

SPIEGEL: Wer steigt noch für Sie in den Ring?

Schmidt: Sabrina Setlur hat unterschrieben, wir sprechen aber auch mit Gloria von Thurn und Taxis - und anderen. Die Promis müssen zu uns passen und dürfen nicht verbraucht sein, also nicht mit Seife, Champagner oder anderen Produkten identifiziert werden.

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