Wirtschaftskrise Steuereinnahmen schrumpfen um 20 Milliarden Euro

Schlechte Nachrichten für den Bundeshaushalt: Das Finanzministerium rechnet nach Informationen des SPIEGEL in diesem Jahr mit Steuerausfällen von 20 Milliarden Euro. Der Grund ist die schrumpfende Wirtschaftsleistung Deutschlands.


Die Wirtschaftskrise schlägt voll auf die Steuereinnahmen durch: Bund, Länder und Gemeinden werden in diesem Jahr mit voraussichtlich 20 Milliarden Euro weniger auskommen müssen, wie eine interne Berechnung des Bundesfinanzministeriums ergab.

Ihr liegt nach Informationen des SPIEGEL die Annahme zugrunde, dass die Wirtschaftsleistung des Landes in diesem Jahr um fünf Prozent sinkt. Die Hälfte der Ausfälle hat der Bundeshaushalt zu verkraften, die andere Hälfte der Einbußen kommt auf Länder und Gemeinden zu.

Die entstehenden Lücken im Etat will Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) ausgleichen, indem er mehr Schulden macht. An Einsparungen denkt er nicht, weil sie die Krise verschärfen würden.

Offiziell legt der Arbeitskreis Steuerschätzungen, an dem neben Bund, Ländern und Bundesbank auch die Wirtschaftsforschungsinstitute beteiligt sind, seine neue Prognose im Mai vor. Bei ihrer letzten Schätzung im November vergangenen Jahres sagten die Experten für 2009 Steuereinnahmen des Staates in Höhe von 572 Milliarden Euro voraus.



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.