Wirtschaftsminister Clement Anklage war ein "Fehler"

Unerwartete Rückendeckung haben die Anklagten im Mannesmann-Prozess bekommen. Wirtschaftsminister und Sozialdemokrat Wolfgang Clement halte die Anklageerhebung für einen "Fehler", wie er gegenüber Sandra Maischberger sagte.


Berlin - Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zeigt sich von der Zwischenbilanz im Mannesmann-Prozess wenig überrascht. "Strafrechtlich war kein Vorwurf erkennbar", sagte Clement am Mittwoch in der n-tv-Sendung "Maischberger". Die Anklageerhebung sei ein "Fehler" gewesen. Allerdings müssten sich die Wirtschaftsführer in Deutschland generell fragen lassen, ob sie in der Vergangenheit bei ihren Bezügen nicht überdreht hätten.

Er empfinde manche Gehälter als "weit überzogen", sagte der Minister und fügte hinzu: "Man kann sich auch überfressen und sollte die unternehmerische Ethik nicht außer Acht lassen."



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