Wirtschaftsminister Müller "Da ist viel Beschiss im Spiel"

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat die Stromkonzerne scharf kritisiert. Er drohte mit Maßnahmen, sollte das Recht der Verbraucher, den Stromlieferanten selbst auszusuchen, weiter behindert werden.


Werner Müller: Kritik am Strommarkt
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Werner Müller: Kritik am Strommarkt

Hamburg - Müller erklärte am Sonntag im Deutschlandfunk, er habe sich mit der Problematik beschäftigt, als Normalbürger den Stromlieferanten wechseln zu wollen. "Da will ich in aller Deutlichkeit sagen: Da ist unglaublich viel Beschiss im Spiel, schlicht Beschiss", sagte der parteilose Minister. "Wenn sich das nicht ändert, werden wir hier auf dem Rechtswege eingreifen."

Die Einrichtung einer gesonderten Regulierungsbehörde für den Strommarkt hält Müller jedoch nicht für erforderlich. "Um den Beschiss zu beseitigen, brauche ich keine Regulierungsbehörde." Unter Umständen müsse es Anpassungen beim einmaligen Regelwerk geben. Alles in allem sei er jedoch mit dem bisherigen Verlauf der Marktöffnung zufrieden.

Zugleich müsse der Wille der Verbraucher zum Wechel größer sein, meinte Müller. Viele müssten sich erst bewusst werden, dass man Strom heute kaufen könne wie Eier oder Mehl und dass man dahin gehen könne, wo es eben billiger ist.

Den Stromversorgern ist wiederholt vorgeworfen worden, durch die Vertragsgestaltung bisherige Kunden zu binden und durch überhöhte Stromdurchleitungsgebühren Wettbewerber fernzuhalten. Gegen einen ostdeutschen Stromversorger leitete das Bundeskartellamt bereits ein Wettbewerbsverfahren ein.



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