Wirtschaftspresse "E-Business" gestorben

Die Krise der Wirtschaftsmagazine ist noch nicht ausgestanden. "E-Business", einen Ableger der "Wirtschaftswoche", wird es bald nicht mehr geben.


E-business: Das letzte Heft

E-business: Das letzte Heft

Düsseldorf - Nur wenige Monate nach dem Start stellt die Verlagsgruppe Handelsblatt ihr Internet-Fachmagazin ein. In einer Mitteilung des Unternehmens wird das schlechte Werbeumfeld für den Rückzug verantwortlich gemacht. Für die 39 Redakteure und sechs Verlagsmitarbeiter werde sich der Verlag intern um andere Arbeitsplätze bemühen oder mit ihnen "faire Aufhebungsvereinbarungen" abschließen, sagte Unternehmenssprecher Andreas Knaut. Da das Heft erst im März diesen Jahres gestartet ist, befindet sich jedoch die Hälfte der Angestellten in Probezeit, haben also keine einklagbaren Rechte.

"Die Chance, an diesem stark geschrumpften Werbevolumen zu partizipieren, ist zurzeit sogar für einen redaktionell hochwertigen, erfolgreich gestarteten und gut positionierten Titel wie 'E-Business' aussichtslos", sagte "Handelsblatt"-Geschäftsführer Harald Müsse.

Auch bei den Konkurrenten ist Krisenstimmung. Das Magazin "E-Market", Ableger von "Werben & Verkaufen" soll zukünftig nur noch alle zwei Wochen erscheinen, berichtet "manager-magazin.de". Schon vor einigen Monaten war "Net-Business" von wöchentlichem auf zweiwöchiges Erscheinen umgestellt worden. Dessen Chefredakteur Klaus Madzia gibt sich dennoch optimistisch: "Ich bedaure sehr, dass "E-Business" eingestellt wird, wir machen aber weiter wie gehabt". Eine Verbesserung der Anzeigensituation erwartet er allerdings erst im kommenden Jahr.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.