Wirtschaftsprüfer "Peters' Villenkauf war rechtmäßig"

Entlastung für Jürgen Peters: Der Villenverkauf an eine Bietergemeinschaft um den IG-Metall-Chef ist rechtmäßig verlaufen. Das sagen Wirtschaftsprüfer, die das umstrittene Immbobiliengeschäft untersucht hatten.


"Keine Einflussnahme": Jürgen Peters
DDP

"Keine Einflussnahme": Jürgen Peters

Hannover - Es habe auch "keine Einflussnahme von außen" auf die städtische Immobiliengesellschaft GBH als Verkäufer gegeben. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung von Wirtschaftsprüfern und dem Rechnungsprüfungsamt, wie die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates am Montag mitteilte. Der Stadt und der GBH sei "kein Schaden" entstanden.

Kritiker wie lokale Politiker der CDU und der Grünen hatten den Vorwurf erhoben, die beiden Villen in bester Lage seien Peters sowie dem IG Metall-Chef von Berlin-Brandenburg, Hasso Düvel, auf Grund ihrer guten Kontakte zur SPD zugeschustert worden. Zudem sollen andere Interessenten zunächst mehr Geld für die beiden Häuser geboten haben. Daraufhin hätten Peters und Düvel die Chance erhalten nachzulegen. Außerdem soll es mehrere Verfahrensfehler beim Verkauf gegeben haben.

Die GBH hatte letztlich einer Bietergemeinschaft um Peters und Düvel die Häuser für insgesamt 690.000 Euro zugeschlagen. In den 1826 erbauten Villen will Peters gemeinsam mit Vertrauten wie Düvel eine Senioren-Wohngemeinschaft gründen.

Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft derzeit noch den Villen-Verkauf. Es wird untersucht, ob gegen die GBH-Geschäftsführung der Anfangsverdacht der strafbaren Untreue besteht und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.



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