Wirtschaftsweiser Rürup sägt am Rentenniveau

Die Reformen der Bundesregierung greifen nicht wie gewünscht. Die Deutschen müssen sich nach Ansicht des Chefs der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, deswegen auf eine weitere Senkung des Rentenniveaus einstellen.


Bert Rürup: Das Niveau senken
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Bert Rürup: Das Niveau senken

Frankfurt am Main - Eine niedrigere Rente sei nötig, wenn das Ziel erreicht werden soll, die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2020 auf 20 Prozent und bis 2030 auf 22 Prozent zu deckeln, sagte Rürup der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Deshalb müsse das Niveau in der kommenden Legislaturperiode gesenkt werden.

Rürup erläuterte, die neue Rentenformel habe das Rentenniveau nicht so senken können wie beabsichtigt. Er führte dies unter anderem auf die schlechte Lohnentwicklung in der jüngsten Zeit zurück. Die Bremswirkung der Reform auf die Entwicklung des Beitragssatzes liege daher unter den Erwartungen.

Besonders betroffen von den zuletzt beschlossenen Reformen, führte Rürup weiter aus, seien die Geburtsjahrgänge 1960 bis 1980. Sie müssten die vollen Leistungsrücknahmen durch die neue Rentenformel hinnehmen und von derzeit 19,5 bis auf 22 Prozent steigende Beiträge zahlen. Zugleich hätten sie aber nicht mehr so viel Zeit, die Leistungsrücknahmen durch das geförderte Altersvorsorgesparen auszugleichen.



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