WM-Artikel Verbraucherschützer warnen vor Münzen-Nepp

Kurz vor der WM versuchen viele Münz-Versender, Sonderprägungen an Sammler zu verkaufen. Dabei machen sie oft fragwürdige Versprechungen, warnt nun eine Verbraucherzentrale.


Köln - Die angekündigten "höchsten Wertsteigerungen" für die Münz-Kollektionen seien äußerst unwahrscheinlich, erklärte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen in Köln. Bei den üblichen Millionenauflagen seien die versprochenen Gewinne kaum zu erwarten.

Zwar könnten einige Stücke in hundert Jahren teuer gehandelt werden. Zum kurzfristigen Geldverdienen eigneten sich Gedenkmünzen und Medaillen aber nicht.

Viele Münzversender nutzten die Angebote als Türöffner für weitere Verkäufe, warnten die Verbraucherschützer. So werbe ein Verlag für die "offiziellen Silber-Prägungen" der WM-Stadien "für nur 29,95 Euro". Das gelte jedoch nur für das erste Motiv vom Berliner Olympiastadion. Die elf weiteren Silberlinge kosteten je 69,40 Euro, der Satz zusammen also stolze 793,35 Euro.

itz/AFP



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