WM-Sponsoren Hyundai verdoppelt Bekanntheitsgrad

Die Sponsoren der Fußball-WM haben sich ihr Engagement einiges kosten lassen. Der Aufwand hat sich aber gelohnt. Einer Studie zufolge haben vor allem bisherige "Außenseiter" ihren Bekanntheitsgrad kräftig gesteigert.


Hohenheim - Zum Sieger der Sponsoren erklärten die Marketing-Forscher der Universität Hohenheim den Autohersteller Hyundai. Die Koreaner hätten ihren Bekanntheitsgrad verdoppelt, teilte der Initiator der Studie, Markus Voeth, mit. Hyundai sei zuvor 25 Prozent der Befragten ein Begriff gewesen, nach der WM hätten rund 50 Prozent mit dem Namen etwas anfangen können. Auf dem zweiten Platz der Rangliste landete der IT-Anbieter Avaya, der um 21 Punkte auf 25 Prozent zulegte.

Hyundai-Flaggen in Köln: Imagegewinn durch Fußball-WM
Kölner Außenwerbung GmbH

Hyundai-Flaggen in Köln: Imagegewinn durch Fußball-WM

Die Ergebnisse basieren auf einer WM-Langzeitstudie der Hochschule mit rund 900 Befragten. Auch für die Fluglinie Emirates (plus 19 Punkte) und den Karlsruher Energiekonzern EnBW (plus 14) bedeutete die WM ein Imagegewinn.

"Bisherige Favoriten wie die Telekom, Coca Cola oder die Deutsche Bahn blieben dagegen unter zehn Prozent Bekanntheitssteigerung", betonte Voeth. Allerdings seien diese Unternehmen auch auf einem wesentlich höheren Niveau gestartet, Steigerungen seien daher nicht mehr in gleicher Weise möglich.

Auch nach der WM heißen die bekanntesten Marken unter den 15 offiziellen Fifa-Partnern laut Studie Coca Cola, Adidas, McDonald's und Deutsche Telekom. Adidas habe allerdings trotz des intensiven Auftritts an Aufmerksamkeit verloren (minus drei Prozentpunkte). Von den sieben nationalen Förderern habe die Deutsche Bahn den höchsten Bekanntheitsgrad, gefolgt von der Postbank und der Baumarktkette Obi.

Als Werbeträger dominierte die WM eindeutig Franz Beckenbauer. Profitiert davon hätten vor allem die Postbank und der Mobilfunk-Anbieter O2, mit dem Beckenbauer schon vor WM-Zeiten vertraglich verbunden war. Auf Platz zwei kam der Kapitän der Fußball- Nationalmannschaft, Michael Ballack.

mik/ddp



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