WM Ver.di klagt gegen längere Öffnungszeiten

Zur Fußball-Weltmeisterschaft länger einkaufen - da will die Gewerkschaft Ver.di nicht mitmachen. Sie geht einem Zeitungsbericht zufolge in mehreren Bundesländern juristisch gegen die Lockerung der Öffnungszeiten vor.

Berlin - "Wir haben Widerspruch eingelegt und bei Verwaltungsgerichten Eilverfügungen beantragt", sagte der Fachbereichsleiter Einzelhandel beim Ver.di-Bundesvorstand, Ulrich Dalibor, dem "Handelsblatt". Die von Verdi beauftragte Leipziger Anwaltskanzlei Rottmann Kurz erklärte der Zeitung zufolge, dass in den Bundesländern Thüringen, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt Klagen eingereicht wurden.

Über so genannte Anfechtungsklagen im Namen von Einzelhandelsmitarbeitern solle erwirkt werden, dass die Gerichte Allgemeinverfügungen aussetzen, die das Ladenschlussgesetz aufheben.

Da die betroffenen Bundesländer die Ausnahme vom Ladenschlussgesetz unterschiedlich geregelt hätten, sähen auch die Rechtsmittel unterschiedlich aus. So wolle das Verwaltungsgericht Weimar schon am Freitag über die Klage entscheiden, sagte ein Sprecher des thüringischen Sozialministeriums dem "Handelsblatt".

tim/Reuters

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