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Wolff verkauft Konzernzentrale

aus DER SPIEGEL 20/1988

Der Kölner Industrielle Otto Wolff von Amerongen steckt weiter in Schwierigkeiten. Er kann nur durch einen Griff in die Rücklagen seiner Beteiligungsgesellschaft Eisen- und Hüttenwerke AG für 1987 eine ausgeglichene Bilanz vorlegen. Der Handelsbereich des Familienunternehmens (Gruppen-Umsatz: fünf Milliarden Mark) und die Maschinenbaufirma Wirth melden rote Zahlen, die Erträge des Blechproduzenten Rasselstein sind rückläufig. Zu verkraften ist auch die Pleite der Wolff-Firma PHB Weserhütte vom Herbst vergangenen Jahres. Jetzt wollen Wolff sowie sein Schwiegersohn und Partner Arend Oetker in der Kölner Konzernzentrale rigoros Personal abbauen, bis in den Vorstand hinein. Die beiden Chefmanager sind überdies bemüht, Bargeld in die Familienkassen zu schaffen. Deshalb soll das in der Kölner Stadtmitte gelegene Wolff-Verwaltungsgebäude geräumt und verkauft werden. Der Wert der Anlage wird auf weit über 20 Millionen Mark geschätzt. Für die Rest-Verwaltung reicht ein bereits vorgesehenes kleines Gebäude am Kölner Stadtrand.

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