WTO zu Corona-Folgen Welthandel könnte um bis zu ein Drittel einbrechen

Im schlimmsten Fall könnte der Welthandel in diesem Jahr um bis zu 32 Prozent einbrechen. Damit rechnet die Welthandelsorganisation WTO. Allerdings sei auch eine schnelle Erholung möglich.
Container im Hamburger Hafen (Archivbild): Der Welthandel könnte laut WTO bis zu einem Drittel einbrechen

Container im Hamburger Hafen (Archivbild): Der Welthandel könnte laut WTO bis zu einem Drittel einbrechen

Foto: Fabian Bimmer/ REUTERS

Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet infolge der Coronakrise in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels um 13 bis 32 Prozent. Dies sei die Spanne zwischen einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario, teilte die WTO in Genf mit.

"Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht", sagte WTO-Chef Roberto Azevêdo. Er sprach von der "schlimmsten Rezession zu Lebzeiten" weltweit.

"Schnelle und kräftige Erholung möglich"

Entscheidend sei es auch, bereits jetzt die wirtschaftspolitisch richtigen Weichen zu stellen. Im Idealfall sei eine schnelle und kräftige Erholung möglich. "Und wenn die Länder kooperieren, werden wir eine schnellere Erholung erleben, als wenn jedes Land für sich allein agiert."

Das optimistische Szenario gehe davon aus, dass sich die Wirtschaft nach einem Einbruch bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder erhole, so die WTO. Ein Aufschwung sei umso wahrscheinlicher, je mehr Unternehmer und Verbraucher die Krise als genauso heftigen wie einmaligen Schock ansehen würden. Auf dieser Grundlage würden Investitionen und Konsumausgaben schnell wieder anziehen, sagte Azevêdo.

Sollte die Pandemie im laufenden Jahr unter Kontrolle gebracht werden, sei 2021 in den meisten Regionen mit mehr als 20 Prozent Wachstum zu rechnen. Allerdings seien die Unwägbarkeiten generell gewaltig.

brt/dpa
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