Zeitungsbericht Frankreich verkauft Atomreaktoren nach China

Der französische Atomkonzern Areva wird einem Pressebericht zufolge zwei Atomreaktoren nach China liefern. An der Entwicklung des Reaktortyps EPR war auch Siemens beteiligt.


Paris - Nach Informationen der Zeitung "Le Figaro" hat Areva-Chefin Anne Lauvergeon in Peking eine Vereinbarung über die Lieferung der Reaktoren an Guangdong Nuclear Power unterzeichnet. Erst vor einem Monat hatte Peking mit dem US-Konzern Westinghouse eine entsprechende Vereinbarung über den Kauf von vier Reaktoren des Typs AP-1000 getroffen.

Areva-Chefin Anne Lauvergeon: Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Atomtechnik
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Areva-Chefin Anne Lauvergeon: Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Atomtechnik

Areva soll China auch Uran für die beiden Reaktoren liefern. Mit Peking hätte Areva den zweiten Exportkunden für den Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) gefunden. Derzeit wird in Finnland ein Atomkraftwerk mit EPR-Technik für drei Milliarden Euro gebaut. Auch Frankreich will seinen AKW-Park mit diesem Reaktortypus erneuern; die Erfahrungen mit dem in Flamanville geplanten ersten französischen Reaktor sollen für China ausgewertet werden.

Areva ist mit 10,8 Milliarden Euro Umsatz Weltmarktführer und der einzige Konzern der Welt, der die gesamte Atomtechnik vom Bau von Kernkraftwerken und Leitungen über die Fertigung der Brennstoffe bis zur Wiederaufbereitung des Abfalls beherrscht.

wal/dpa



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