Zeitungsbericht Zwei Interessenten für BenQ

Für den vom Aus bedrohten Handy-Hersteller BenQ Mobile Deutschland gibt es laut einem Bericht der "Neuen Ruhr Zeitung" zwei Kaufinteressenten. Einer von beiden werde schon in wenigen Tagen ein Angebot vorlegen.


Hamburg - Die Zeitung beruft sich dabei auf den Betriebsrat des Unternehmens. "Zumindest einer beider beiden Interessenten wird definitiv am 2. Januar ein Angebot vorlegen", sagte der Vorsitzende des BenQ-Gesamtbetriebsrats, Michael Leucker. Bei beiden Firmen handele es sich dabei um deutsche Unternehmen, die auch in den USA vertreten seien.

Die deutsche BenQ Mobile musste im September Insolvenz beantragen, nachdem der taiwanesische Mutterkonzern den Geldhahn zugedreht hatte. Der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Prager hat bis Sonntag Zeit, einen neuen Investor zu finden. Beabsichtigt ist, zum 1. Januar das Insolvenzverfahren zu eröffnen.

Allein am Werksstandort Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen geht es derzeit um die Zukunft von rund 1600 Arbeitsplätzen. BenQ Mobile mit seinen weiteren Standorten in München und Bocholt ist aus der defizitären Siemens-Handysparte hervorgegangen.

Die Beschäftigten könnten in eine Transfergesellschaft übergehen, schreibt die Zeitung. Die Fertigungsanlagen könnte dann ein neuer Eigner übernehmen - und möglicherweise eine nennenswerte Zahl von Arbeitnehmern an ihrer alten Arbeitsstelle neu einstellen. "Einer der Investoren will das", sagte Leucker.

Ein neuer Investor müsse zunächst die Entwicklung neuer Produkte wieder auf Touren bringen. " Das wäre der erste Schritt. Sonst können die neuen Produkte für das Weihnachtsgeschäft 2007 nicht rechtzeitig produziert werden", sagte Leucker weiter. In der Startphase könne eine Landesbürgschaft helfen, die Schaffung der neuen Arbeitsplätze finanziell abzusichern.

bri/AP/ddp/dpa



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