Zigaretten SPD-Politikerin droht Preiserhöhungen an

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Regierung gegen das Rauchen vorgehen. Dazu könnte auch eine erneute Erhöhung der Preise für Zigaretten gehören.


Camel-Packung: "Fakt ist, dass unsere Preise am unteren Rand liegen"
REUTERS

Camel-Packung: "Fakt ist, dass unsere Preise am unteren Rand liegen"

Berlin - "Wir wollen ein Klima erzeugen, in dem das Nichtrauchen der Normalfall ist, und deshalb auch das Rauchen in öffentlichen Räumen und am Arbeitsplatz stärker einschränken", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk in einem Interview.

Die Regierung werde zwar nicht vorschreiben, dass Raucher künftig nur noch in besonderen Räumen rauchen dürften. "Aber in öffentlich stark frequentieren Räumen sollte der Schutz der Gesundheit Vorrang haben", so die Politikerin in dem Gespräch mit dem "Focus"

Jede Verteuerung von Zigaretten biete Rauchern einen Anlass zum Aufhören, sagte Caspers-Merk. Sie wollte sich aber nicht eindeutig dazu äußern, ob die Regierung zusätzlich zu der zum 1. Januar beschlossenen Erhöhung der Tabaksteuer eine weitere Verteuerung der Zigaretten plant. Sie sagte lediglich: "Fakt ist, dass unsere Zigarettenpreise im europäischen Vergleich am unteren Rand liegen." Sie sei für einen Politik-Mix aus Regulierung, Anreizen, Kampagnen und Preiserhöhungen.

Im April 2003 tritt das neue Jugendschutzgesetz in Kraft, nach dem Jugendliche unter 16 Jahren keine Zigaretten mehr kaufen können sollen.



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