Zoff um Weinproduktion Australien zitiert China vor ein WTO-Gericht

Seit dem Disput über die Ursache der Coronapandemie liegen die Regierungen von Australien und China im Clinch. Auf Verdächtigungen aus Canberra reagierte Peking mit Zöllen – jetzt soll die WTO schlichten.
Weinberge im australischen Yarra Valley: WTO soll schlichten

Weinberge im australischen Yarra Valley: WTO soll schlichten

Foto: chrissmith731 / iStockphoto / Getty Images

Die australische Regierung hat sich mit einer formellen Beschwerde über Chinas Antidumpingzölle auf australischen Wein an die WTO gewandt. »Die Regierung wird die Interessen der australischen Weinhersteller weiterhin energisch verteidigen, indem sie das etablierte System der WTO nutzt, um unsere Differenzen beizulegen«, erklärte Dan Tehan, Minister für Handel, Tourismus und Investitionen, in einer am Samstagmorgen veröffentlichten Pressemitteilung. »Australien bleibt offen für eine direkte Zusammenarbeit mit China, um dieses Problem zu lösen.«

Australiens diplomatische Beziehungen zu China, seinem größten Handelspartner, haben sich verschlechtert, seit Canberra eine internationale Untersuchung der Ursprünge des Coronavirus forderte. Peking revanchierte sich mit unterschiedlichen Handelssanktionen, darunter die Einführung von Einfuhrzöllen auf Wein.

Australische Winzer haben in den vier Monaten von Dezember bis März Wein im Wert von umgerechnet neun Millionen US-Dollar nach China geliefert. Für das Jahr zuvor weist die Statistik gut 240 Millionen Dollar aus. Experten sind überzeugt, dass die hohen Zölle die entscheidende Ursache dafür sind.

mik/Reuters
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