Zu viel Trinkgeld Minister gibt skurrile Inflations-Begründung

Pedro Solbes sollte sich mit Ökonomie eigentlich auskennen: Der 65-Jährige ist Wirtschafts- und Finanzminister Spaniens. Doch wie war das noch mal mit der Inflation? Hat sie vielleicht etwas mit der Spendierfreudigkeit seiner Landsleute zu tun?

Madrid - Spanien hat eine der höchsten Inflationsraten in der Europäischen Union. Im November kletterte die Teuerung auf 4,1 Prozent - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Für den spanischen Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes (65) ist das Grund genug, um nach ausgefallenen Erklärungen zu suchen.

Nach Ansicht des Ministers ist die hohe Inflation zum Teil auf die Spendierfreudigkeit der Spanier zurückzuführen. "Es kommt häufig vor, dass jemand in einer Gaststätte zwei Tassen Espresso bezahlt und einen Euro Trinkgeld gibt", sagte der Minister laut Presseberichten vom Sonntag. Das Trinkgeld entspreche in diesen Fällen 50 Prozent des eigentlichen Preises. "Die Spanier haben noch nicht verinnerlicht, was der Euro wert ist."

So gesehen lässt sich die Inflation schnell wieder drücken. Ein paar Espressi weniger, nicht ganz so viel Trinkgeld - und alle Probleme sind gelöst.

wal/dpa

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