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LUFTFAHRT Zu viel Verkehr auf Frankfurter Pisten?

aus DER SPIEGEL 41/2003

Zwischen der Lufthansa und dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bahnt sich ein heftiger Streit um zusätzliche Start- und Landerechte auf Deutschlands größter Passagier-Drehscheibe an. Die Fraport-Manager möchten die Zahl der möglichen so genannten Slots zum kommenden Sommerflugplan steigern, um ihre Einnahmen zu erhöhen. Geplant ist, die derzeit je nach Tageszeit 78 bis 80 Bewegungen pro Stunde auf 80 bis 82 Starts oder Landungen auszudehnen. Dabei hat die Lufthansa bei Verkehrsspitzen am Vormittag und frühen Abend schon jetzt Probleme, ihre Maschinen ohne größere Verspätungen landen zu lassen. Sie muss in ihre Flugpläne immer größere Zeitpuffer einbauen, um die Passagiere nicht noch mehr zu vergrätzen. Die Airline-Manager fordern deshalb, die Zahl der Slots ab kommenden März sogar zu kappen, auch wenn sie im Gegenzug einen Teil ihrer Zubringerflüge für Langstreckenjets streichen müssten. Eine Expertenkommission, in der auch Vertreter von Flugsicherung und Regierungsbehörden sitzen, soll in den kommenden Wochen einen Kompromiss aushandeln. Beharren beide Seiten auf ihrer Position, muss das Bundesverkehrsministerium den Streit schlichten.

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