Zürich Demonstranten blockieren Eingang von UBS-Gebäude

Wut über üppige Extra-Zahlungen: In Zürich haben mehrere hundert Menschen gegen "die Milliarden-Abzockerei der Banken" protestiert. Für etwa eine Stunde versperrten sie den Zugang zum Gebäude der Schweizer Großbank UBS.

Zürich - Mit einem Pfeifkonzert auf dem Zürcher Paradeplatz haben Demonstranten gegen den staatlichen Rettungsanker für die Grossbank UBS und die Millionen-Boni für die Banker protestiert. Für etwa eine Stunde blockierten sie mit einem Sitzstreik auch den Haupteingang der UBS-Filiale. Zu der Kundgebung im Herzen des Schweizer Bankensektors hatten die Gewerkschaft Unia und Linksparteien aufgerufen.

Unia sprach in einer Mitteilung von rund 1000 Personen, die "gegen die Abzocker vom Piratenplatz" demonstrierten. Die Polizei sprach von 400 Demonstranten.

Der grüne Nationalrat Daniel Vischer griff die "neoliberalen Staatsverhöhner Ospel und Co." an. Vischer forderte, statt dem ausgehandelten Unterstützungsgeschäft zwischen Nationalbank und der Großbank UBS eine direkte Bundesbeteiligung an dem Unternehmen.

Demonstranten riefen dazu auf, die "Milliarden-Abzockerei der Banken" zu beenden und forderten die Rückzahlung der in den vergangenen Jahren ausbezahlten Boni. Außerdem müssten alle Löhne bei der UBS auf höchstens 500.000 Franken (330.000 Euro) beschränkt werden.

amz/AP

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