Zuteilung Post geizt bei Privatanlegern

Die Post hat dank der hohen Nachfrage ein Zuteilungsproblem. Nun will sie zehn Prozent weniger Aktien als geplant an Privatanleger abgeben.


DPA

Hamburg/Berlin - Grund sei die hohe Nachfrage bei institutionellen Investoren wie Aktienfonds, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag. Statt den geplanten 50 Prozent, sollen jetzt nur noch 40 Prozent an private Anleger gehen. 60 Prozent aller Postpapiere gehen damit an die Investoren.

Die Zeichnungsfrist für Privatanleger endet am Donnerstag, für institutionelle Anleger am Freitag, am kommenden Montag soll die Post-Aktie erstmals an der Börse notiert. Laut "Financial Times Deutschland" war die Aktie am Mittwoch bereits 4,5fach überzeichnet. "Wir haben ein massives Zuteilungsproblem", zitierte die Zeitung einen Konsortialbanker. Demnach war überlegt worden, 70 Prozent den Fonds zuzuteilen. Dies scheiterte aber an der Bundesregierung, die die Aktie möglichst breit streuen will.

Das Anlegermagazin "Telebörse" hatte berichtet, alle Privatanleger, die gezeichnet hätten, sollten bedacht werden. Dazu plane die Post einen ähnlichen Zuteilungsschlüssel wie die Deutsche Telekom. Diese hatte bei der Platzierung ihrer dritten Tranche im Juni jedem privaten Investor mindestens 25 Aktien plus 20 Prozent des zusätzlichen Auftragsvolumens zugeteilt. Die Post wolle dies erst am kommenden Sonntag entscheiden.

Die "Berliner Zeitung" berichtete unterdessen, die Post habe ihre 150.000 Beschäftigten verpflichtet, die Aktie mindestens eine Woche zu halten, wenn sie diese gezeichnet haben. Die Beschäftigten erhalten demnach eine garantierte Zuteilung im Gegenwert von 10.000 Mark, müssen diese aber bis zum 27. November im Depot belassen. Damit werde verhindert, dass die Post-Mitarbeiter, die Aktien mit finanzieller Unterstützung ihres Arbeitgebers kaufen, durch schnelle Verkäufe in den ersten Börsentagen Zeichnungsgewinne realisieren können.



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