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30 Praxisstunden sind das Minimum

aus DER SPIEGEL 35/1977

Erstmals hat eine westdeutsche Kassenärztliche Vereinigung (KV) eindeutig erklärt, wie viele Sprechstunden ein niedergelassener Kassenarzt pro Woche mindestens abhalten muß. Nach dem Bundesmantelvertrag sind die Kassenärzte, die sich zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung verpflichtet haben, nur gehalten, ihre Praxis »ausreichend« zur Verfügung zu stellen. Die KV Westfalen-Lippe hat dieses »ausreichend« nun definiert als »mindestens 30 Stunden in der Woche, wobei auch nachmittags Sprechstunden abgehalten werden müssen«. Anlaß für die Erklärung der KV war der Fall des Bielefelder Arztes Dr. Wolfgang-Dietrich Müller, der aus Protest gegen das Kostendämpfungsgesetz der Bundesregierung seine Sprechzeit für Kassenpatienten auf dreieinhalb Stunden pro Woche beschränkt hatte.

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