Bedeutsamer Fund in Ägypten 3000 Jahre alte Sarkophage entdeckt

Archäologen haben im ägyptischen Sakkara eine große Entdeckung gemacht: Rund 50 Sarkophage und andere Artefakte sollen nun Aufschluss geben über die Geschichte der Totenstadt.
DER SPIEGEL

Archäologen haben in der ägyptischen Totenstadt Sakkara eine bedeutsame Grabstätte entdeckt. Darin befanden sich 54 Sarkophage, viele von ihnen älter als 3000 Jahre. Zudem entdeckten die Forscher verschiedene Artefakte, wie Totenmasken und beliebte altägyptische Spiele. Laut dem Ministerium für Tourismus und Altertümer stammen die Funde aus der Zeit des Neuen Reiches und damit aus den Jahrhunderten etwa 1550 bis 1070 vor Christus.

Sakkara liegt am Nil südlich von Kairo und diente in pharaonischer Zeit als Friedhof für die Hauptstadt des Reiches Memphis. Die Funde könnten Aufschluss geben über die Geschichte der Stadt und die Zeit des Neuen Reiches.

Zahi Hawass, Ägyptologe:

"Das Wichtigste, was wir gefunden haben, war ein Tempel in der Nähe der Pyramide der Königin. Im Inneren des Tempels haben wir ihren Namen entdeckt, ein neuer Name einer Königin. Ihr Name war Neit. Sie war die Frau des Königs Teti. Dies wird ein Stück der Geschichte zu der des alten Königreichs hinzufügen."

Aus zwölf Metern Tiefe haben die Forscherinnen und Forscher die Särge geborgen. Sie müssen bei ihrer Arbeit sehr sorgsam vorgehen, um die Fundstücke nicht zu verletzen.

Maysa Rabie, Archäologin

"Das Wichtigste beim Bergen von Särgen ist, sie zu studieren, um der alten Geschichte Ägyptens ein neues Stück Information hinzuzufügen. Das sind beispielsweise Informationen über die Sprache. Oder etwas darüber, wie die Särge hergestellt wurden. Auch die Restaurierung liefert uns Informationen, zum Beispiel wie die Farben gemacht wurden, wie die Bretter zu den Särgen hinzugefügt wurden.  "

Die Pyramiden von Sakkara sind Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Das Ministerium für Tourismus und Altertümer hatte in vergangenen Monaten zahlreiche spektakuläre Funde aus der Nekropole bekannt gegeben. Ägypten hofft, mit den Entdeckungen den Tourismus anzukurbeln. Die Branche hatte wegen Terroranschlägen und zuletzt wegen der Corona-Pandemie stark gelitten.

 

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